+
Präsidentochter Ivanka Trump weiß, dass Amerika nicht will, was sie hat: geschenktes Geld.

Tochter von Donald Trump

Ivanka Trump will arbeiten für ihr Geld

  • schließen

Präsidententochter Ivanka Trump weiß, was das amerikanische Volk will: kein Grundeinkommen. Twitter weiß, was das mit Marie Antoinette zu tun hat.

Ivanka Trump ist der Meinung, dass das amerikanische Volk kein Interesse an Geschenken habe. Viel lieber würden ihre Landsleute für ihr Geld arbeiten. Das sagte die Tochter und Beraterin von US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News.

Hurrikan „Dorian“: Trump lässt Wetterkarte mit Filzstift manipulieren

Sie sei viel gereist die vergangenen vier Jahre und sei zu der Einsicht gekommen, dass „die meisten Amerikaner es aus tiefstem Herzen ablehnen, etwas geschenkt zu bekommen“, sagte Trump, angesprochen auf den „Green New Deal“, eine Initiative einiger so genannter progressiver Demokraten rund um die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. „Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht, was die meisten Leute wollen“, so Trump weiter.

Lesen Sie auch: Sind Holocaust-Vergleiche tabu? Alexandria Ocasio-Cortez löst Debatte in den USA aus

Kritik am Green New Deal von Alexandria Ocasio-Cortez

Der Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens ist zwar nicht Inhalt der Initiative, wohl aber eine Arbeitsplatzgarantie. Mit derartigen Details hält sich Trump im Interview mit Fox-Moderator Steve Hilton aber nicht auf. Viel lieber spricht sie über den „unzweifelhaften Erfolg“, den die Administration ihres Vaters seit der Amtsübernahme gehabt habe.

Ob Ivanka Trump, Milliardärserbin in dritter Generation, gescheiterte Modesignerin, Ehefrau von Multimillionär Jared Kushner und dank des Wahlsiegs ihres Vaters derzeit angestellt im Weißen Haus, ob diese Ivanka die Richtige sei, als Sprecherin des arbeitenden Volks der Vereinigten Staaten aufzutreten – darüber lässt sich trefflich streiten. Am besten auf Twitter.

Ivanka Trump - Milliardärin auf den Spuren von Marie-Antoinette

Während ein User mutmaßt, dass die „First Daughter“ unter die Kabarettisten gegangen sei, ermutigt eine andere „die Prinzessin“ noch zu weiteren Statements. Ein weiterer Kommentar gibt zu bedenken, dass jeder einzelne der zahlreichen Jobs, die Ivanka bisher hatte, ein Geschenk ihres Vaters gewesen sei, der wiederum das Glück gehabt habe, in eine geldwaschende Dynastie von Immobilienmagnaten geboren worden zu sein.

In aller Kürze und Schönheit wiederum fasst ein gewisser Ronald Defenbaugh die Ironie von Ivankas Statement zusammen – und zwar mit einer Anspielung auf ein Zitat von Jean-Jacques Rousseau, das die Geschichte fälschlicherweise Marie-Antoinette zugeschrieben hat, weil es eben so gut passt zu ihr, die angeblich gerne Bäuerin spielte und verheiratet war mit dem letzten König des Ancien Regime, den die Hybris schließlich den Kopf kostete: „Lasst Sie doch Kuchen essen.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Was Donald Trump treibt: Alle Peinlichkeiten des US-Präsidenten im FR-Liveticker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare