Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Urlaub in Italien inmitten der Corona-Pandemie – ist das derzeit möglich?
+
Urlaub in Italien inmitten der Corona-Pandemie – ist das derzeit möglich?

Sommerurlaub in der Pandemie

Italien-Urlaub: Corona-Zahlen steigen – Was Reisende jetzt wissen müssen

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Ist ein Urlaub in Italien aktuell trotz Corona-Pandemie möglich? Ein Blick auf die Corona-Lage, die Inzidenz und Regeln im Land.

Rom – Endlich am Strand in Italien liegen, entspannen, das dolce vita genießen und nicht weiter über Corona nachdenken – so ähnlich dürften wohl die Urlaubspläne vieler Menschen in Deutschland aussehen. 2019 reisten mehr als 12 Millionen Tourist:innen aus Deutschland nach Italien – doch ist ein Urlaub in dem beliebten Mittelmeerland inmitten der Corona-Pandemie möglich? Ein Blick auf die aktuelle Corona-Situation in Italien und ein Überblick über alles, was Italien-Reisende wissen müssen.

Italien war von der Corona-Pandemie bereits sehr früh betroffen, vor allem im Norden des Landes lag ein Schwerpunkt der Infektionen. Bei 60,4 Millionen Einwohnern wurden in Italien bisher über 4,3 Millionen Corona-Infektionen und 128.088 Todesfälle gemeldet (Stand: 03.08.2021; Quelle: CSSE an der JHU). Doch die Impfungen gegen das Coronavirus schreiten in Italien gut voran, Anfang August 2021 haben gut 63,94 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Corona-Impfung erhalten, knapp 52 Prozent der Einwohner:innen ist doppelt geimpft.

Italien-Urlaub trotz Corona: Wie ist die aktuelle Lage im Land?

Italien gilt aus Sicht des Auswärtigen Amtes derzeit nicht mehr als Risikogebiet, im Land wurden zwischenzeitlich zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona aufgehoben. Beispielsweise gibt es im Freien keine Maskenpflicht mehr. Innerhalb des Landes gibt es keine Risikozonen mehr – das gesamte Land besteht derzeit aus „weißen Zonen“, in denen es nur noch wenige Corona-Beschränkungen gibt.

Doch auch in Italien ist man in Sorge wegen der Delta-Variante. Für Einreisende aus Großbritannien gibt es besondere Vorschriften (siehe Punkt „Einreise“). Doch auch in Italien ist die Variante mittlerweile mit rund 85,6 Prozent in den letzten vier Wochen dominant (Stand: 03.08.2021; Quelle: gisaid.org).

Urlaub in Italien trotz Corona: Wie hoch ist die Inzidenz?

Die Inzidenz in Italien liegt bei 62,9 (Stand: 03.08.2021, JHU) – knapp über der kritischen Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern und damit auf einem höheren Niveau als die Corona-Zahlen in Deutschland. Seit geraumer Zeit steigt der Wert wieder – und zwar in allen Altersgruppen.

Die liebsten Urlaubsländer der Deutschen im Corona-Check

Einreise nach Italien: Welche Corona-Maßnahmen müssen Urlauber beachten?

Auch wenn die Corona-Situation derzeit noch deutlich entschärft ist, gilt es bei der Einreise aus der EU und dem Schengen-Raum nach Italien einige Dinge zu beachten. Benötigt wird ein negativer Corona-Test (PCR- oder Antigen-Test), der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Keinen Test brauchen vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis, auch Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Außerdem müssen Personen, die ins Land einreisen, ein Einreiseformular ausfüllen. Wer nach Südtirol einreisen möchte, muss ein spezielles Formular ausfüllen.

Wer sich in den vergangenen 14 Tagen vor der Einreise in Großbritannien aufgehalten hat, muss in Italien ein negatives Testergebnis vorweisen, sich fünf Tage in Quarantäne begeben und anschließend einen weiteren Coronatest absolvieren. Hintergrund ist die Angst vor der Delta-Variante des Coronavirus, die in Großbritannien grassiert.

Einreise nach Italien in Corona-Zeiten: Was ist mit dem Transit durch Österreich oder die Schweiz?

Wer von Deutschland mit dem Auto nach Italien fährt, wird entweder durch Österreich oder durch die Schweiz fahren. Doch das ist derzeit kein Problem: Wie der ADAC berichtet, ist der Transit durch Österreich grundsätzlich erlaubt. Und auch der Transit durch die Schweiz ist möglich. Eine Durchreise durch Italien ist aus den EU- und Schengen-Staaten bis zu 36 Stunden ohne Test möglich.

Urlaub in Italien: Welche Corona-Regeln gelten im Land?

Weil die Zahl der Corona-Infektionen derzeit wieder steigt, wurden die Corona-Regeln in Italien wieder verschärft. Folgende Regeln gelten im Land:

  • Abstand halten: Ein Meter oder mehr.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen Räumen an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln, es können auch selbstgemachte Masken getragen werden (Mund und Nase müssen vollständig bedeckt sein, das Material muss mehrlagig sein).
  • Im Auto: Sitzen Personen aus mehreren Haushalten in einem Auto gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln. Der Beifahrersitz muss nach Angaben des ADAC frei bleiben, pro Reihe dürfen maximal zwei Personen sitzen, der Sitz zwischen ihnen muss ebenfalls frei bleiben. Diese Regelung kann in einigen Provinzen anders lauten. Bei Verstoß werden hohe Geldstrafen fällig, auch die Weiterfahrt kann untersagt werden, heißt es beim ADAC.
  • Im Zug: Bei Bahnfahrten gilt die Maskenpflicht.
  • In Restaurants, Bars etc.: Wer in Italien künftig die Innenräume von Restaurants, Bars oder Sportstätten betreten will, benötigt dafür einen Gesundheitspass: Der sogenannte grüne Pass soll ab 6. August eingeführt werden, wie die Regierung in Rom mitteilte. Das landesweit gültige Dokument gibt Aufschluss über Corona-Impfungen, vergangene Infektionen sowie Corona-Tests. Es soll bereits nach der ersten - und damit noch unvollständigen - Immunisierung gegen das Coronavirus ausgestellt werden.

Sommerurlaub in Italien: Welche Corona-Regeln gelten am Strand?

In Italien am Strand liegen und sich vom Corona-Stress erholen – das ist möglich, doch es gibt auch dort Corona-Regeln, an die man sich halten muss: Manche Strände verlangen eine Anmeldung. Weiterhin kann es sein, dass Fieber gemessen wird, bevor man den Strand betritt. Zwischen den Liegen ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten.

Aktuelle Corona-Informationen

Aktuelle Informationen rund um Corona in Italien liefern das Auswärtige Amt und die italienische Tourismusbehörde.

Außerdem muss man in geschlossenen Räumen oder Gemeinschaftsbereichen wie Strandbars oder Toiletten Maske tragen. Darüber hinaus gilt generell die Abstandsregel von einem Meter oder mehr zu anderen Personen.

Rückkehr aus dem Italien-Urlaub: Das gilt bei der Rückreise nach Deutschland

Wer aus dem Italien-Urlaub nach Deutschland zurückkehrt, muss sich nicht anmelden und muss – bei einer Reise zu Land – auch keinen negativen Coronatest im Gepäck haben. Das gilt, da Italien derzeit kein Corona-Risikogebiet ist. Auch eine Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland gibt es derzeit nicht, wenn man aus Italien zurückreist.

Wer jedoch mit dem Flugzeug aus Italien kommt, muss bereits beim Check-in in Italien einen negativen Test vorweisen (ausgenommen sind Geimpfte, Genesene und Kinder unter 6 Jahren), um das Flugzeug betreten zu dürfen. (tab)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare