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Einsatzkräfte des Bergrettungsdienstes arbeiten nach dem Absturz einer Seilbahngondel in Norditalien an der Unfallstelle
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Einsatzkräfte des Bergrettungsdienstes arbeiten nach dem Absturz einer Seilbahngondel in Norditalien an der Unfallstelle

Empörung

Seilbahn-Absturz in Italien: Video-Ausstrahlung sorgt für scharfe Kritik

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Videos des Absturzes der Seilbahn in Norditalien sorgen für Entrüstung. Fachleute wenden sich mit einem Appell an Medien und Nutzer von Social Media.

Rom - Nach dem Seilbahn-Absturz in Norditalien sitzt der Schrecken noch immer tief. Das Unglück hatte 14 Todesopfer gefordert. Umso mehr sorgen nun mehrere Medien für Empörung. Denn sie strahlten Videos des tödlichen Gondel-Absturzes am Monte Mottarone aus.

Vor knapp einem Monat stürzte die mit 15 Menschen besetzte Gondel an dem Berg westlich des Lago Maggiore ab. 14 Menschen verloren ihr Leben, als die Kabine an einem bewaldeten Hang zerschellte. Nur ein kleiner israelischer Junge überlebte das Seilbahn-Unglück. Das Zugseil war aus weiterhin ungeklärter Ursache gerissen. Eigentlich hätten in diesem Moment die Notbremsen am Tragseil greifen müssen. Diese waren jedoch mit Klammern blockiert worden, weil sie laut Medienberichten für Störungen im Betrieb gesorgt hatten. Ein Mitarbeiter der Seilbahn steht unter häuslichem Arrest. Die Ermittlungen zur Ursache dauern derzeit noch an.

Seilbahn-Unglück in Italien: Fachleute kritisieren Video-Ausstrahlung

Mehrere Fachleute haben inzwischen dazu aufgerufen, das Video-Material nicht zu verbreiten. „Sie können nur den Schmerz der Familien der Opfer und ihrer Angehörigen verschlimmern“, teilte die italienische Datenschutzbehörde am Donnerstag in Rom mit. Ihr Appell richtete sich an Medien und die Internetnutzer in sozialen Netzwerken.

Die Bilder, die der Behörde zufolge die letzten Augenblicke vor dem Unfall am Pfingstsonntag zeigen, trügen wenig zur Rekonstruktion des Falls bei, der in den Medien schon breit behandelt worden sei, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Videos waren exklusiv von einem italienischen TV-Sender verbreitet worden. Darauf war zu erkennen, wie ein Bildschirm abgefilmt wurde, auf dem die Videos der Überwachungskamera in der Bergstation vom Unglückstag liefen.

Nach Seilbahn-Absturz in Norditalien: Unklarheit über Verbreiter des Videos

Berichten zufolge soll Polizei die Aufnahmen weitergegeben haben. Die Carabinieri dementierten dies jedoch und stellten klar, dass sie die Videos nicht verbreitet hätten, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. (slo mit dpa)

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