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Italien: Ein uralter Stein sorgt in Rom für helle Aufregung.
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Italien: Ein uralter Stein sorgt in Rom für helle Aufregung.

Rom

Italien: Ein uralter, mysteriöser Stein in Rom wirft Fragen auf

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Ganz Italien ist verrückt nach einem fast 2000 Jahre alten Stein, der in Rom gefunden wurde.

Rom - Ein antiker Stein sorgt für in ganz Italien* für helle Aufregung. Er stammt aus dem Jahr 49 nach Christus. Damals war er als Grenzstein im Einsatz, oder wie die alten Römer es nannten: ein Pomerium Cippus. Er markierte die Grenzen Roms, dem Zentrum des römischen Reiches, das damals den gesamten Mittelmeerraum umfasste. Kaiser Claudius ließ ihn wohl aufstellen, als er die Grenzen der Hauptstadt erweitern ließ.

Es ist das erste Mal seit fast einem Jahrhundert, dass ein solcher Stein gefunden wurde, und die Entdeckung löste lauf dem US-Portal Daily Beast einen „wahren Medienansturm“ aus. Das dürfte auch daran liegen, dass sich auf dem Stein uralte Buchstaben gefunden haben, die wohl im ersten Jahrhundert nach Christus erfunden wurden. Claudius selbst soll diese mysteriösen Zeichen eingeführt und sogar ein Buch über ihre Verwendung geschrieben haben. Die Buchstaben konnten sich aber wohl nicht durchsetzen und gerieten in Vergessenheit. Bis jetzt.

Italien: Mysteriöser Stein im Zentrum Roms gefunden

Die Grenze, die Steine wie dieser einst markierten, nannte man Pomerium. Eine ihrer Funktionen war, dass Soldaten sie nicht mit Waffen überqueren durften. So sollte ein Militärcoup gegen die römische Republik verhindert und sichergestellt werden, dass Rom* nicht von einem seiner mächtigen Generäle mit ihren riesigen Armeen eingenommen werden konnte. Auch auswärtigen Herrscherinnen und Herrschern war es nicht gestattet, das Pomerium zu betreten, was zu peinlichen Momenten führte, als die ägyptische Königin Kleopatra damals Caesar und Rom besuchte, die Innenstadt aber gar nicht betreten durfte. „Es war die Realisierung des Pomeriums, die die [eigentliche] Gründung der Stadt Rom eingeleitet hat“, wird Claudio Parisi Presicce, Direktor des archäologischen Museums in Rom von der Washington Post zitiert.

Gefunden wurde der Stein laut der österreichischen Zeitung Der Standard im Zentrum Roms - wenn auch eher zufällig. Arbeiter wollten eigentlich eine neue Wasserleitung unterhalb des Platzes Augusto Imperatore verlegen. Dabei waren sie auf den antiken Grenzstein gestoßen. Seit Freitag wird er erstmals im Ara Pacis Museum in der italienischen Hauptstadt ausgestellt.

Gefundener Stein in Italien fasziniert

„Die ist ein außergewöhnlicher Fund: Im Laufe der Zeit wurden nur zehn weitere Steine dieser Art aus der Zeit des Claudius gefunden, und der bisher letzte wurde 1909, also vor über einem Jahrhundert, entdeckt“, sagte Virginia Raggi, Bügermeisterin Roms*. Besonders faszinierend an dem Fund ist laut Dr. Lisa Marie Mignone, Wissenschaftlerin am Institut für antike Forschung der Universität von New York, seine Nähe zum Mausoleum des Kaisers Augustus. Bestattungen durften aus Angst vor Krankheiten nur außerhalb der Stadt stattfinden. Doch der Fundort des Steins lässt den Schluss zu, dass Augustus innerhalb des damaligen Pomeriums beerdigt wurde.

Mehr Rückschlüsse soll ein Bericht zu dem Fund bringen, der in Kürze veröffentlicht werden soll. Doch bereits vor der Veröffentlichung dieses Berichts bestimmt der Fund einen Großteil der Schlagzeilen - und begeistert die Touristen im Urlaubsland Italien*. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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