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Eine Person liegt auf einer Wiese und liest ein Buch.
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Ein Italiener schwänzte 15 Jahre lang die Arbeit und kassierte trotzdem Gehalt. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Krankenhausmitarbeiter schwänzte Arbeit

Mann fehlt 15 Jahre lang bei der Arbeit und kassiert mehr als eine halbe Million Euro

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
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Ein italienischer Krankenhausmitarbeiter fehlte mehr als ein Jahrzehnt auf der Arbeit und kassierte trotzdem Gehalt. Nun muss sich der Rentner vor Gericht verantworten.

Catanzaro - Eine etwas andere Art des passiven Einkommens hat sich ein italienischer Krankenhausmitarbeiter ausgedacht. Medienberichten zufolge ist der Mann ganze 15 Jahre lang nicht zur Arbeit erschienen und hat sich trotzdem mehr als eine halbe Million Euro „verdient“ - genauer: 538.000 Euro.

Wie BBC berichtet, soll der inzwischen 67-Jährige zuletzt 2005 im Ciaccio Krankenhaus in Catanzaro zur Arbeit aufgetaucht sein. Seither soll der „König der Abwesenden“, wie er in der Presse genannt wird, keinen Finger für das Krankenhaus gekrümmt haben.

Mann fehlt 15 Jahre auf der Arbeit: Vorgesetzte bedroht

Jahrelang fiel niemandem auf, dass der Mann im Krankenhaus fehlte. Er geriet jedoch immer wieder mit seinen Vorgesetzten in Streit und drohte ihnen. Schon 2005 sei der Mann seinem Arbeitgeber negativ aufgefallen, berichtet nymag.com. Wegen seiner Drohungen habe der damalige Vorgesetzte auf ein Disziplinarverfahren verzichtet.

Im Rahmen der Studie „People Unboxed“ für das Unternehmen Automatic Data Processing (ADP) wurden mehr als 2.000 Angestellte in Italien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien befragt. Das Ergebnis: rund ein Fünftel findet es okay, mal bei der Arbeit blau zu machen - ohne Krankmeldung (*FR berichtete). Für den Krankenhausmitarbeiter wurde es offenbar regelrecht zu einem Lebensstil.

Nach 15 Jahren: Rentner steht vor Gericht

Nun muss sich der Rentner jedoch vor Gericht verantworten, Ermittlern gelang es ihn zu überführen. Er soll wegen Betrugs, Erpressung und Amtsmissbrauchs verurteilt werden. Zudem stehen sechs weitere Personen im Verdacht, in den Fall involviert zu sein.

Laut Deutschlandfunk Nova ereignete sich im italienischen Dorf Boscotrecase ein ähnlicher Fall. Dort nahm ein Beamter die Ausweise seiner Kollegen und zog sie durch die Stechkarte, sodass alle ihren Arbeitstag schwänzten. Doch auch sie wurden erwischt: Eine Überwachungskamera beobachtete die Blaumach-Aktion der Beamten, die folglich um ihre Jobs fürchten mussten. *FR ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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