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Ein Herr mittleren Alters steht vor einem Mikrofon.
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Der 51-jährige Saarländer Matthias Maurer, Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), startet am Sonntag vom Kennedy Space Center in Florida seine Reise zur Internationalen Raumstation ISS.

SpaceX-Reise zur Internationalen Raumstation

Auf zur ISS: Astronaut Matthias Maurer wird einiges von der Erde fehlen

  • Jan Trieselmann
    VonJan Trieselmann
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Der deutsche Astronaut Matthias Maurer fliegt in einer SpaceX-Raumkapsel zur ISS. Dort bleibt er eine lange Zeit und spricht vorab darüber, was er am meisten vermissen wird.

Oberthal/Florida – Der Astronaut Matthias Maurer begibt sich am Sonntag (31.10.2021) um 2.21 Uhr Ortszeit (7.21 Uhr deutscher Zeit) vom Kennedy Space Center in Florida auf seinen Flug zur Internationalen Raumstation ISS. Der 51-Jährige wird der vierte deutsche Astronaut auf der ISS sein und der erste, der in einer SpaceX-Raumkapsel zur ISS startet.

Der bislang letzte Deutsche auf der Raumstation war Alexander Gerst, der 2018 das zweite Mal zur ISS flog und dort sogar eine Zeit lang Kommandant war. Der aus der Gemeinde Oberthal im Saarland stammende Matthias Maurer wird ein halbes Jahr dort verbringen – und in dieser Zeit einiges von der Erde vermissen.

Astronaut Matthias Maurer startet mit SpaceX zur ISS: Ihm wird vieles von der Erde fehlen

„Ein frisches knuspriges Brötchen“, nennt Maurer als Beispiel der Nachrichtenagentur dpa – denn knuspriges Essen gebe es auf der Station nicht. Der Grund: Herumschwebende Krümel könnten bei einem unglücklichen Zufall zu einem medizinischen Problem werden – beispielsweise, wenn ein Astronaut oder eine Astronautin sie auf der Raumfahrt aus Versehen einatmet oder ins Auge bekommt. Das Essen müsse daher „mehr klebrig beziehungsweise pampig sein“, sagte Maurer der dpa.

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Doch auch fernab von kulinarischen Genüssen wird Matthias Maurer ziemlich viel Alltägliches von der Erde fehlen: „Ganz sicher werde ich die frische Luft vermissen“, sagte der Doktor der Materialwissenschaften der dpa. „Ich liebe die Natur, die Gerüche im Wald, wenn einem am Meer der Wind um die Nase weht, Regentropfen auf der Haut, die vielen verschiedenen Farben – vor allem im Herbst.“ Und genau zu dieser Jahreszeit tritt Maurer nun seinen Weg in Richtung Internationale Raumstation ISS an.

Seine knapp 6000-Einwohner-Heimatgemeinde Oberthal fiebert dem Start schon entgegen. Geplant sei vor Ort eine „Take-Off-Veranstaltung“, sagte Bürgermeister Stephan Rausch der dpa. „Die Spannung steigt. Wir sind sehr stolz.“ Auch freuen dürften sich andere Bundesländer, denen Matthias Maurer mit seinem SpaceX-Flug zur ISS zu Ruhm verhilft.

Vor SpaceX-Flug zur ISS: Hartes Training und Quarantäne für Astronaut Matthias Maurer

Vor seiner Reise zur Internationalen Raumstation musste Matthias Maurer aber viel lernen und ein hartes Training durchlaufen – beispielsweise medizinische Versorgungen wie Zähne ziehen lernen oder Aufgaben in einem Raumanzug unter Wasser bewältigen. Denn auf der ISS sind die Astronauten auf sich gestellt: „Wenn man den Kontakt verliert, ist man Weltraumschrott“, sagte er vor seinem Flug zur ISS.

Darüber hinaus musste er bereits vor knapp zwei Wochen als Vorbereitung für die ISS in Quarantäne. Diese Regel für zur Raumstation fliegende Astronauten gab es allerdings bereits vor der Corona-Pandemie, damit sie keine Erkrankung der Crew verursachen. Wer das zu Hause möglich machen kann, darf sich dort während der Quarantäne aufhalten – ansonsten gibt es die „Astronaut Quarantine Facility“ im Johnson Space Center der Nasa.

Matthias Maurer soll zusammen mit drei weiteren Astronaut:innen die 22-stündige Reise in einer „Crew Dragon“-Raumkapsel von Elon Musks Unternehmen SpaceX zur Internationalen Raumstation starten. Zurzeit leben und arbeiten dort bereits sieben weitere Menschen, zum Großteil seit April dieses Jahres. (Jan Trieselmann mit dpa)

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