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Emma Watson steht bei einem Protest gegen Trump (Marsch der Frauen) in Washington in der Menge.
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Emma Watson nutzt ihre Reichweite, um gesellschaftliche und politische Themen in den Fokus zu rücken. (Symbolbild)

Israel – Palästina

Emma Watson: Palästina-Unterstützung sorgt für Ärger

  • VonNadja Austel
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Schauspielerin und Model Emma Watson repostet auf ihrem Social Media Profil den Beitrag eines Aktivisten-Kollektivs. Nun wird sie als Antisemitin beschimpft.

Frankfurt – Emma Watson setzte die enorme Reichweite (64,4 Millionen Follower) ihres Profils auf der Social Media Plattform Instagram bereits in der Vergangenheit ein, um auf ihr wichtige Themen aufmerksam zu machen. Während des Weltklimagipfels COP26 beispielsweise überließ sie Klimaaktivisten den Zugriff auf ihren Account.

Im aktuellen Fall veröffentlichte die 31-Jährige einen Re-Post (eine Kopie des Posts von einem anderen Account mit namentlicher Nennung) des Kollektivs Bad Activist Collective. Auf dem Foto sind protestierende Menschen zu sehen, die Schilder wie etwa „Free Palestine“ tragen. Auf das Bild ist die Textzeile „Solidarity is a Verb“ gelegt.

Emma Watson solidarisch mit Palästina: Diplomaten aus Israel sehen sie als Antisemitin

Die Bildunterschrift ist ein Zitat der britisch-australischen Wissenschaftlerin Sara Ahmed und lautet zu deutsch: „Solidarität setzt nicht voraus, dass unsere Probleme die gleichen sind, oder dass unser Schmerz der gleiche ist, oder dass wir auf die gleiche Zukunft hoffen. Solidarität beinhaltet Engagement und Arbeit, genauso wie die Einsicht, dass, auch wenn wir nicht die gleichen Gefühle haben, oder das gleiche Leben leben, oder den gleichen Körper haben, wir doch auf gemeinsamem Boden [im Englischen auch sinngemäß: Gemeinsamkeit/gemeinsamer Nenner, Anm. d. Red.] leben.“

Der frühere UN-Botschafter Israels, Danny Danon, re-postete Watsons Post seinerseits auf Twitter mit dem Kommentar: „Zehn Punkte Abzug für Gryffindor wegen Antisemitismus“. Watson war schon in jungen Jahren durch ihre Rolle als Hermine Granger in den Harry Potter-Filmen bekannt geworden. Diese war Mitglied des Gryffindor-Hauses, auf das Danon in seinem Post Bezug nimmt.

Israel – Palästina: Emma Watsons Solidarität sorgt für Aufruhr

Auch der amtierende israelische UN-Botschafter, Gilad Erdan, äußerte sich via Twitter kritisch gegenüber Watsons Post: „Erfundenes mag bei Harry Potter funktionieren, aber nicht in der Realität. Wenn es funktionieren würde, dann könnte die Magie aus der Welt der Zauberer das Böse der Hamas eliminieren (das Frauen unterdrückt und die Vernichtung Israels zum Ziel hat) und der palästinensischen Obrigkeit (die Terror unterstützt). Das würde ich befürworten!“ 

Husam Zomlot hingegen, Chef der palästinensischen Mission in Großbritannien, bedankte sich bei Watson für ihre Worte: „Die Solidarität mit Palästina im Kampf für Befreiung und Gerechtigkeit ist eine moralische und ethische Verpflichtung für alle freiheitsliebenden Menschen. Dankeschön an Emma Watson.“ 

Erst kürzlich hatte Israel nach einem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen mit der Luftwaffe Hamas-Ziele angegriffen. Auch der Hungerstreik eines Häftlings sorgt für neue Konflikte zwischen Israel und Palästina. (na)

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