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Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. Doch jetzt ging für kurze Zeit die Orientierung verloren. (Archivbild)
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Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. Doch jetzt ging für kurze Zeit die Orientierung verloren. (Archivfoto)

Raumfahrt

Internationale Raumstation: ISS verliert die Orientierung – Erneuter Vorfall im Erdorbit

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Internationale Raumstation ISS hat erneut die Orientierung verloren. Hintergrund sind Triebwerkstests einer Sojus-Raumkapsel aus Russland.

Update vom Sonntag, 17.10.2021: Am vergangenen Freitag (15.10.2021) hat die Internationale Raumstation ISS zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten die Orientierung verloren. Wie es in einer Mitteilung der US-Raumfahrtorganisation Nasa mittlerweile heißt, hätten russische Flugkontrolleure einen geplanten Triebwerkstest des Raumschiffs Sojus MS-18 durchgeführt. Nach dem Ende des Testfensters hätten die Triebwerke jedoch „unerwartet weitergefeuert“, was zu einem Verlust der Höhenkontrolle der Internationalen Raumstation ISS führte. Innerhalb von 30 Minuten hätte man wieder die Kontrolle über die ISS gehabt, die Crew sei nicht in Gefahr gewesen, so die Naa weiter.

Mittlerweile ist die Sojus-Kapsel, die seit dem Frühjahr 2021 an der ISS angedockt war, mit einer dreiköpfigen Besatzung – darunter eine russische Schauspielerin und ein russischer Regisseur – zur Erde zurückgekehrt.

Erstmeldung vom Freitag, 15.10.2021: Moskau – Es sind erst einige Monate vergangen, seit die Internationale Raumstation ISS für einige Zeit außer Kontrolle geriet. Das gerade erst angedockte russische Modul „Nauka“ zündete versehentlich seine Triebwerke und drehte die ISS um 540 Grad. Für etwa eine Stunde verlor die US-Raumfahrtorganisation Nasa die Kontrolle über die ISS, auch der Kontakt zur Crew an Bord der Internationalen Raumstation ging verloren. Nun meldete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos auf Twitter einen Vorfall, der an den „Nauka“-Vorfall aus dem August erinnert.

Während eines Tests der Triebwerke der Raumkapsel Sojus MS-18 habe die ISS kurzzeitig die Orientierung verloren, hieß es bei Roskosmos auf Twitter und auch in einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Crew sei jedoch nicht in Gefahr gewesen, teilte Roskosmos demnach der Agentur mit. Die Orientierung sei durch russische ISS-Fachleute schnell wiederhergestellt worden. Wann sich der Vorfall ereignete und wie schlimm er war, ist unklar. Es ist möglich, dass sich im Nachhinein herausstellt, dass es viel schlimmer war als ursprünglich gemeldet – genau wie es im August beim „Nauka“-Zwischenfall der Fall war.

Internationale Raumstation ISS verliert die Orientierung

Derzeit befinden sich zehn Personen an Bord der Internationalen Raumstation: Die Kosmonauten Oleg Novitsky, Pyotr Dubrov und Anton Shkaplerov, die Schauspielerin Yulia Peresild und der Regisseur Klim Shipenko, die Nasa-Astronaut:innen Mark Vande Hei, Shane Kimbrough und Megan McArthur, der Esa-Astronaut Thomas Pesquet sowie der japanische Astronaut Akihiko Hoshide. Novitsky, Peresild und Shipenko sollen am kommenden Sonntag (17.10.2021) mit der Raumkapsel Sojus MS-18 zur Erde zurückkehren.

Die Schauspielerin Peresild und der Regisseur Shipenko befinden sich auf der ISS, um dort Szenen für einen Film zu drehen. Noch diesen Monat (geplant ist der 30.10.2021) sollen vier weitere Astronaut:innen die ISS erreichen. Eine „Crew Dragon“-Kapsel von SpaceX bringt dann unter anderem den Deutschen Matthias Maurer zur Raumstation in der Umlaufbahn der Erde. Maurer wird der vierte deutsche Astronaut an Bord der ISS sein, er wird bis Frühjahr 2022 in der Raumstation leben und arbeiten und unter anderem bei einem russischen Außenbordeinsatz mitarbeiten. (tab)

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