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Die Internationale Raumstation ISS, fotografiert im Jahr 2018. Ein gerade erst angedocktes neues russisches Modul hat dafür gesorgt, dass die ISS für kurze Zeit außer Kontrolle geriet.
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Die Internationale Raumstation ISS, fotografiert im Jahr 2018. Ein gerade erst angedocktes neues russisches Modul hat dafür gesorgt, dass die ISS für kurze Zeit außer Kontrolle geriet.

Raumfahrt

Internationale Raumstation: Erneut Risse entdeckt – ISS altert im Orbit

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Internationale Raumstation (ISS) altert im Erdorbit und hat erneut mit Problemen zu kämpfen: Risse im ältesten Modul „Sarja“. Wie geht es weiter?

Moskau/Frankfurt – Seit mehr als 20 Jahren ist die Internationale Raumstation (ISS) dauerhaft bewohnt, doch die Teile der riesigen Raumstation, die zuerst in die Erdumlaufbahn geschickt wurden, sind noch einmal deutlich älter: Im November 1998 wurde das erste Modul der ISS, das russische Modul „Sarja“ („Morgenröte“) von einer Frachtrakete in den Orbit transportiert. Seit einiger Zeit macht sich das Alter der Internationale Raumstation bemerkbar: Immer wieder kommt es zu Problemen mit Systemen an Bord der ISS oder es werden Risse festgestellt.

Dieses Mal wurden die Risse im ältesten ISS-Modul „Sarja“ entdeckt: „An einigen Stellen des Sarja-Moduls wurden oberflächliche Risse gefunden“, erklärte Wladimir Solowjow, Chefingenieur der Moskauer Firma Energia, die Hauptauftragnehmer für das russische Raumfahrtprogramm ist, gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA. „Das ist schlecht und deutet darauf hin, dass sich die Risse im Laufe der Zeit ausbreiten werden.“ Die Risse seien von Kosmonaut:innen gefunden worden. Ob bereits wertvoller Sauerstoff durch die Risse ins Weltall ausgetreten ist, ist bislang unklar.

Internationale Raumstation (ISS): Immer wieder werden Risse entdeckt

Es ist nicht das erste Mal, dass Risse in der ISS festgestellt wurden. Im russischen „Svesda“-Modul wurden bereits mehrfach Risse gefunden und abgedichtet, doch das Problem ist immer noch nicht gelöst. Zuletzt meldete Russland Ende Juli einen Druckabfall im „Svesda“-Modul, in dem sich unter anderem Schlafplätze für Astronaut:innen und Lebenserhaltungssysteme befinden. „Es war ein erwarteter Abfall im immer noch problematischen Svesda-Modul“, twitterte Roskosmos-Chef Dmitry Rogozin als Reaktion darauf. Vor einigen Jahren wurde außerdem in einer Sojus-Kapsel ein Loch entdeckt, bei dem bis heute noch nicht ganz klar ist, wie es entstanden ist.

Nasa verlor die Kontrolle über die Internationale Raumstation ISS

Doch die Probleme der Internationalen Raumstation haben nicht nur mit alterndem Material zu tun: Ende Juli verlor die US-Raumfahrtorganisation Nasa für einige Zeit die Kontrolle über die ISS. Ein neues russisches Modul („Nauka“) hatte an der Raumstation angedockt und anschließend seine Triebwerke gezündet. Dabei geriet die ISS außer Kontrolle und drehte sich um 540 Grad – bis der Treibstoff des Moduls leer war. Die Nasa verlor dabei außerdem mehrfach den Kontakt zur Crew.

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Wie es mit der alternden Raumstation weitergeht, ist derzeit offen: In Russland spricht man immer lauter über ein Ende des Engagements und darüber, dass die verbauten Teile ihre Garantiezeit überschritten hätten. Russland plant derzeit ganz offen eine eigene Raumstation, außerdem soll gemeinsam mit China eine Mondstation errichtet werden. Derzeit läuft die Nutzung der ISS im Jahr 2024 aus. Es gibt Pläne, einen Teil der ISS dann für eine private Raumstation weiterzuverwenden, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Wie es mit der Internationalen Raumstation ISS weitergeht, sollte sie eines Tages aufgegeben werden, dafür gibt es unterschiedliche Ansätze – vom Absturz bis zum Ersatzteillager. (Tanja Banner)

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