Indonesien

Insel Sumba von Erdbeben erschüttert

Indonesien kommt nicht zur Ruhe. Nach dem verheerenden Tsunami wird die indonesische Insel Sumba von einem Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert.

Indonesien ist erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,3 traf am Dienstag um 7.16 Uhr Ortszeit (2.16 MESZ) die Insel Sumba, wie die Geophysik-Behörde des südostasiatischen Landes mitteilte. Das Zentrum lag demnach in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern rund 66 Kilometer südwestlich der Insel im Meer. Berichte über Schäden und mögliche Opfer gab es zunächst nicht.

Indonesien leidet immer noch unter den Folgen einer ganzen Serie von Beben mit einer Stärke bis zu 7,4 und eines Tsunamis, die am Freitag die Insel Sulawesi getroffen hatten. Nach einer vorläufigen Bilanz der Behörden starben dabei mehr als 840 Menschen. Viele Opfer liegen noch im Schlamm und unter Trümmern. Befürchtet wird, dass die Zahl der Todesopfer in die Tausende geht.

Inzwischen herrscht auf der Insel Chaos. Den Einsatzkräften fehlt es an Material. Die Überlebenden klagen über fehlende Lebensmittel und Treibstoff. Der südostasiatische Inselstaat mit insgesamt etwa 260 Millionen Einwohnern hat um internationale Hilfe gebeten.

Martina Djera, Vorsitzende des Amts für Katastrophenschutz im Bezirk Ost Sumba, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das jüngste Beben habe einige Risse an Hauswänden verursacht. Das Beben habe sich stark angefühlt. „Einwohner flohen in Panik aus ihren Häusern. Schulkinder weinten vor Angst.“

Die Insel Sumba liegt mehrere hundert Kilometer südlich von Sulawesi. In diesem Sommer hatte es bereits auf der indonesischen Insel Lombok eine Serie von schweren Erdbeben gegeben. Dabei kamen mehr als 500 Menschen ums Leben. Die Erschütterungen waren damals auch auf der Nachbarinsel Bali zu spüren.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Für die Einwohner sind Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche keine neue Erfahrung. Beim Mega-Tsunami an Weihnachten 2004 starben dort mehr als 160 000 Menschen, so viele wie in keinem anderen Land der Region. Insgesamt kamen damals in den östlichen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans etwa 230 000 Menschen ums Leben. (dpa)

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