1. Startseite
  2. Panorama

Mindestens 19 Tote nach Schlägerei in Karaoke Bar in Indonesien

Erstellt:

Von: Lukas Zigo

Kommentare

Ein ausgearteter Streit zweier Jugendgruppen in Sorong mündet in einem abgebrannten Club und 19 Toten. Unruhen zwischen ethnischen Gruppen ausschlaggebend.

Sorong – In der Hafenstadt Sorong in Indonesien kam es am Abend des Montags (24.01.2022) zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen Jugendlicher. Wie die Polizei der Stadt Sorong in der indonesischen Provinz West-Papua am Dienstag mitteilte, starben 18 Menschen an dem Feuer und ein weiterer Mensch sei erstochen worden.

Im Laufe der Nacht auf den Dienstag sei in den frühen Morgenstunden eine Person durch einen Messerangriff tödlich verletzt worden. Im Nachhinein wurde die Discothek angezündet. In dem Feuer starben 18 Menschen, 6 davon Mitarbeiter der Diskothek.

19 Tote bei Streit und anschließendem Feuer in indonesischem Club
Ein Mann steht vor einem abgefackelten Nachtclub, nachdem zwei Gruppen in Sorong, Provinz West Papua, Indonesien, zusammengestoßen sind. © dpa

Sorongs Polizeichef: Zusammenstöße sind Folge eines „längeren Konflikts“

Ary Nyoto Setiawan, der Polizeichef von Sorong, sagte, die Zusammenstöße im Club „Double O“ am späten Montagabend seien die Folge eines „längeren Konflikts“ gewesen, der bereits am Samstag begonnen habe. Angaben eines Polizeisprechers zufolge gingen Angehörige verschiedener ethnischer Gruppen mit Macheten, Pfeilen und Brandsätzen aufeinander los.

Was die Gewalt genau auslöste, und wie der Brand ausgebrochen war, wird derzeit noch untersucht. Erst am Dienstagmorgen konnte die Feuerwehr das Feuer im Club löschen. Auch ein ausgebranntes Auto lag vor dem vom Rauch geschwärzten Gebäude.

LandIndonesien
Bevölkerung273,5 Millionen Einwohner (Stand: 2020; Schätzung)
HauptstadtJakarta
StaatsoberhauptPräsident Joko Widodo

Kontakt zu Religions- und Stammesführern – Polizei in West-Papua gehen gegen Unruhen vor

Sorong ist eine wichtige Hafenstadt und die größte Stadt in der Provinz West-Papua. Am Dienstag waren ungewöhnlich viele Polizisten auf den Straßen, um weitere Gewalt zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen zu verhindern, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben eines Sprechers nahm die Regionalpolizei von West-Papua zudem Kontakt zu den Religions- und Stammesführern der Region auf.

„Auseinandersetzungen unter Jugendlichen in den Städten sind normal, aber dass es dabei so viele Tote gibt, das ist ein Novum“, sagte Adam Erwini, ein Sprecher der Polizei von West Papua, gegenüber Metro TV. Der tödliche Vorfall werde noch untersucht und es sei unklar, ob die Zahl der Todesopfer weiter steigen würde, so Adam. Dedi Prasetyo, Sprecher der indonesischen Polizei, sagte, die Schlägerei habe zwischen zwei rivalisierenden Banden von der Nachbarinsel Maluku stattgefunden. (lz/afp)

Auch interessant

Kommentare