Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zahlreiche Menschen kaufen sich im Internet einen falschen Impfpass, um Corona-Regeln zu umgehen. Eine Reportage auf ARD versucht zu klären, wie das Geschäft mit illegalen Pässen funktioniert. (Symbolbild)
+
Zahlreiche Menschen kaufen sich im Internet einen falschen Impfpass, um Corona-Regeln zu umgehen. Eine Reportage auf ARD versucht zu klären, wie das Geschäft mit illegalen Pässen funktioniert. (Symbolbild)

Betrug

Handel mit illegalen Impfpässen: Wie leicht ist es, einen falschen Pass zu kaufen?

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
    schließen

Die Polizei ermittelt in zahlreichen Fällen gefälschter Impfdokumente. Eine Reportage versucht nun zu klären, warum Menschen einen falschen Impfpass kaufen. 

Leipzig – Spätestens seit der 2G-Regel haben Geimpfte deutliche Vorteile gegenüber ungeimpften Menschen. Doch statt dies als Anlass zu nehmen, sich gegen das gefährliche Coronavirus impfen zu lassen, kaufen immer mehr Menschen gefälschte Impfpässe. Laut einem Bericht der Polizei ermitteln die Behörden derzeit deutschlandweit in mindestens 2000 Fällen illegaler Impfdokumente. Es stellt sich die Frage: Ist es so leicht, einen falschen Pass zu erwerben?

Dieser und weiterer Fragen widmet sich die MDR-Reportagereihe „exactly“ in ihrer neuen Folge, die unter anderem in der Mediathek der ARD zu sehen sein wird. Es gelang den Reportern, hierfür einen professionellen Fälscher zu interviewen, der sich selbst laut Polizeibericht als „Helfer für Ungeimpfte“ bezeichnet. Ein schlechtes Gewissen aufgrund seiner illegalen Aktivitäten hat er nicht – im Gegenteil: Er scheint der Meinung zu sein, mit dem Verkauf gefälschter Impfpässe Gutes zu tun.

Reportage auf ARD: Reporter untersuchen, warum ein Impfpass fälschungsanfällig ist

Die gefälschten Pässe lassen sich meist kaum bis gar nicht von den Originalen unterscheiden. Daher ist es ein Leichtes, das gelbe Heft in einer Apotheke digitalisieren zu lassen, um dann ein Impfzertifikat für das Handy zu erhalten. Mit diesem können Menschen mit gefälschtem Pass dann ungehindert Restaurants, Geschäfte und Events besuchen, ohne tatsächlich gegen Covid-19 geimpft zu sein. Damit setzen sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Mitmenschen einem hohen Infektionsrisiko aus.

Die Reporter Marc Zimmer und Anton Zirk versuchen daher in ihrer Reportage „exactly“ zu klären, weshalb ein solch‘ wichtiges Dokument derart fälschungsanfällig zu sein scheint. Außerdem gehen sie der Motivation derjenigen Menschen auf den Grund, die einen gefälschten Pass erwerben. Oft gelangen sie über bestimmte Foren oder Chatgruppen an das illegale Dokument. Ab Sonntag (05.12.2021) 11 Uhr läuft die Reportage auf dem YouTube-Kanal „MDR Investigativ“ und in der ARD Mediathek. (tt)

Neben dem Besuch von Restaurants und Geschäften ist Menschen mit gefälschtem Impfzertifikat auch eine Urlaubsreise ohne Corona-Auflagen möglich: Kann ein digitaler Impfausweis vorgelegt werden, besteht nach einer Reise keine Test- und Quarantänepflicht mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare