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Ein liberische Krankenschwester mit Schutzkleidung.
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Ein liberische Krankenschwester mit Schutzkleidung.

Ebola Epidemie

Immer mehr Ebola-Infizierte

Die Situation in den Ebola-Regionen eskaliert: Am Freitag bestätigte der Senegal den ersten Fall der Virus-Erkrankung. In Westafrika steigen die Infektionszahlen immer schneller an. Frankreich drängt auf ein Sondertreffern der europäischen Gesundheitsminister.

Die sich rapide ausbreitende Ebola-Epidemie hat nun auch den Senegal als fünftes Land in Westafrika erreicht. Gesundheitsministerin Awa Marie Coll Seck bestätigte bei einer Pressekonferenz den ersten Fall in dem Land. Der Mann sei in einem Krankenhaus der Hauptstadt Dakar isoliert worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, die Zahl der Infektionen in Westafrika sei während der vergangenen Woche deutlich stärker gestiegen als in jedem vergleichbaren Zeitraum seit Ausbruch der Seuche.

Der erste Ebola-Patient im Senegal ist nach Angaben der Ministerin ein 21 Jahre alter Student aus Conakry, der Hauptstadt des Nachbarlands Guinea. Demnach erhielt der Senegal am vorigen Mittwoch Informationen aus Guinea, dass dort ein Mann, der unter Beobachtung stand, verschwunden sei und sich möglicherweise im Senegal aufhalte.

Dramatische Entwicklung in Liberia

Die WHO erklärte, der Negativrekord-Anstieg betreffe jedes der drei hauptsächlich betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Demnach wurden in der 35. Kalenderwoche etwa 550 Fälle bekannt, in der 34. Woche waren es knapp 400 - auch diese Zahl war bis dahin beispiellos.

Am dramatischsten ist die Entwicklung in Liberia. Die Sterblichkeitsrate bezifferte die WHO mit durchschnittlich 51 Prozent in Westafrika. Sie reicht von 41 Prozent in Sierra Leone bis 66 Prozent in Guinea.

Im Kampf gegen die Epidemie will die französische Regierung für zusätzliche europäische Unterstützung sorgen. Die Situation in den betroffenen afrikanischen Ländern sei ernst, hieß es am Freitag im Élyséepalast in Paris. Frankreich wolle sich beim EU-Gipfel an diesem Samstag in Brüssel für zusätzliche Hilfen stark machen. Europa müsse mehr tun. So solle die Weltgesundheitsorganisation besser unterstützt werden. Paris schlug zudem ein Sondertreffen der europäischen Gesundheitsminister vor.

Der Erreger tauchte zuerst - vermutlich Ende vorigen Jahres - in Guinea auf, breitete sich nach Liberia aus, dann nach Sierra Leone und im Juli nach Nigeria. Die Zahl der Patienten verdoppelte sich bislang nach Angaben von Forschern der Harvard University in Cambridge (USA) binnen rund 35 Tagen, wie sie in der Fachzeitschrift «Science» berichteten.

Bislang mehr als 1550 Tote

Bis zum 26. August registrierte die WHO in den drei Ländern und Nigeria insgesamt 3069 bestätigte und Verdachtsfälle, 1552 Menschen starben. Tatsächlich könnten die Zahlen zwei bis vier Mal so hoch liegen, warnte die Organisation.

Zum Zustand des Ebola-Patienten in Deutschland gab es auch am Freitag keine neuen Informationen. Seit der Ankunft des WHO-Mitarbeiters am Mittwoch beruft sich das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf die ärztliche Schweigepflicht. Der Mann, der aus dem Senegal stammt, hatte sich laut WHO in einem Labor in Sierra Leone infiziert. (dpa)

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