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Sand im Getriebe - Proteste und Blockaden gegen die IAA in München Sitzblockade vor dem Mercedes Messe Stand in der Inn
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In München demonstrieren zahlreiche Menschen gegen die IAA Mobility. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

München

Tausende demonstrieren gegen IAA: Laschet hat kein Verständnis

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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In München protestieren tausende Menschen gegen die IAA Mobility. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet zeigt kein Verständnis.

Update vom Samstag, 11.09.2021, 19.03 Uhr: Als Zeichen für eine Mobilitätswende gingen am Samstag in München tausende Menschen auf die Straßen und haben gegen die Automesse IAA Mobility demonstriert. Den Veranstaltern zufolge beteiligten sich rund 5000 Personen an der Protestaktion und 20.000 an einer Sternfahrt mit Fahrrädern. Die Polizei sprach von 3500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Demonstration und 10.000 bei der Sternfahrt.

Der Polizei zufolge verlief die Sternfahrt, die auf 16 Routen auf die Theresienwiese geführt hatte, friedlich und störungsfrei. Bei der Demonstration kam es allerdings an zwei von Aktivisten besetzten Bäumen zu einer Konfrontation zwischen Protestierenden und der Polizei, bei der auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt wurden. Die Polizei begründete dies damit, bedrängt worden zu sein. Aktivist:innen kritisierten den Einsatz. Ein Polizeisprecher zog dennoch ein positives Fazit der Veranstaltung. Hätte es den Vorfall an den Bäumen nicht gegeben, könnte man mit dem Tag „absolut zufrieden“ sein, sagte er.

Zur Protestaktion hatte ein Bündnis eingeladen, zu dem unter anderem der ADFC, Attac, der BUND, die Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace und der Verkehrsclub Deutschland gehören. Sie fordern die „klare Abkehr von der autodominierten Verkehrspolitik und Vorrang für den Fuß-, Rad- und Nahverkehr“.

Proteste gegen IAA: Polizei rüstet sich mit Großaufgebot – Laschet hat kein Verständnis

Erstmeldung vom Samstag, 11.09.2021, 14.49 Uhr: München – Die Proteste gegen die IAA* Mobility in München reißen nicht ab. Die Demonstrationen gegen die Messe steuern nun auf ihren zahlenmäßigen Höhepunkt zu, Zehntausende Protestierende werden erwartet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Bereits am Samstagvormittag (11.09.2021) kündigte ein Polizeisprecher an, die Höchstzahl von 4500 Kolleg:innen einzusetzen. Auf der Theresienwiese, wo die Kundgebungen enden sollen, standen am Vormittag Dutzende Polizeibusse. Auf dem Platz wird normalerweise das Oktoberfest veranstaltet.

Erste demonstrierende Radfahrer:innen hatten sich am Samstagmorgen auf den Weg gemacht. Sie reisen unter anderem aus Regensburg und Augsburg an, wie ein Sprecher des Fahrradclubs ADFC sagte. Insgesamt soll die Sternfahrt auf 16 Routen zur Theresienwiese fahren und dort gegen 15 Uhr ankommen. Die Veranstalter:innen der Sternfahrt erwarten eine fünfstellige Zahl an Teilnehmenden. Sie werfen der IAA und den Autokonzernen vor, zu wenig für das Klima zu tun und sich nur einen „sauberen Anstrich geben“ zu wollen. Die Polizei erwartet vor, während und nach der Sternfahrt starke Verkehrsbehinderungen.

Armin Laschet (CDU): „Das ist die grünste IAA, die es je gegen hat“

Neben den beiden Großdemos erwartet die Polizei auch weitere Störungen rund um die IAA. Es sei möglich, dass es erneut zu Versuchen kommen werde, Polizeiabsperrungen zu überlaufen. Dabei war es am Freitag (10.09.2021) zum Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray gekommen. Auch am Samstag werde man – wenn es die Situation erfordere – mit Zwangsmaßnahmen reagieren, sagte ein Sprecher. „Eine polizeiliche Absperrung hat keinen Empfehlungscharakter.“ Er hoffe aber, dass alles friedlich bleibe.

Eine erste Aktion jenseits von Demo und Radsternfahrt gab es laut der Umweltschutzaktion Robin Wood bereits am Vormittag. Bilder auf Twitter zeigten Aktivist:innen, die am Wittelsbacher Platz, wo eine der städtischen Aktionsflächen der IAA ist, ein Banner aufhängen.

Kein Verständnis für die Protestaktionen gegen die IAA Mobility in München hat der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet* (CDU*). „Das ist die grünste IAA, die es je gegeben hat“, sagte der CDU-Chef am Samstag auf dem Parteitag der Schwesterpartei CSU* in Nürnberg. Noch nie sei so viel Wert auf Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelegt worden. „Dass man dagegen noch demonstriert, Straßen blockiert und den Kampf gegen diese Industrie führt, zeigt: Manchen geht es nicht um Umweltschutz, sondern um Systemveränderung“, so Laschet. (dpa/yw) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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