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Hurrikan „Laura“ fordert mindestens sechs Menschenleben

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Hurrikan „Laura“ bringt extreme Winde und heftige Fluten mit sich. Zerstörte Gebäude sind die Folge. Die Zahl der Opfer ist bislang aber glücklicherweise gering.

  • Mit dem Hurrikan „Laura“ trifft ein Hurrikan auf Küste der USA im Golf von Mexiko
  • Meteorologen befürchten schlimme Zerstörungen durch den Hurrikan
  • 2020 könnte ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden

Update 28.08.2020, 07.00 Uhr: Hurrikan „Laura“ hat auf seiner Route durch den Süden der USA eine breite Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens sechs Menschen kamen nach einer vorläufigen Bilanz vom Donnerstag ums Leben. Dennoch herrschte bei den Behörden des am stärksten betroffenen Bundesstaats Louisiana überwiegend Erleichterung: Denn „Laura“ tobte weniger heftig als erwartet. Der Hurrikan verlor nach seinem Aufprall aufs Festland schnell an Stärke und wurde zu einem Tropensturm herabgestuft.

Die von „Laura“ angerichteten Schäden hätten nicht das „absolut katastrophale“ Ausmaß erreicht, das aufgrund der Vorhersagen der Meteorologen zu erwarten gewesen sei, sagte der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards. „Wir müssen für vieles dankbar sein.“ Gleichwohl seien die von dem Sturm angerichteten Schäden „enorm“. Tausende Einwohner von Louisiana seien davon betroffen.

USA, Lake Charles: Häuser stehen nach dem Hurrikan „Laura“ unter Wasser.

Vier der Todesopfer kamen nach Angaben der Regierung von Louisiana durch umgestürzte Bäume ums Leben. Ein weiterer Mann ertrank, als sein Boot in dem Sturm unterging. Ein anderer Mann starb durch eine von seinem Stromgenerator verursachte Kohlenmonoxid-Vergiftung. Edwards äußerte die Befürchtung, dass im Laufe der Bergungsarbeiten noch weitere Todesopfer gefunden werden könnten.

+++ 15.00 Uhr: Mit verheerenden Sturmfluten und extrem starkem Wind ist Hurrikan „Laura“ auf die Südwestküste der USA getroffen. Nahe der Stadt Lake Charles im Bundesstaat Louisiana erreichte der Sturm Windstärken von bis zu 210 Kilometer pro Stunde. Zuvor war der Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometer pro Stunde über die Gemeinde Cameron an der Südküste des Bundesstaates gezogen. Nach seinem Auftreffen an Land wurde „Laura“ inzwischen von einem Sturm der Kategorie vier auf einen der Stärke zwei herabgestuft.

Hurrikan „Laura“ klinge wie „ein dröhnendes Düsentriebwerk“, beschrieb ein Reporter des Fernsehsenders CNN die Situation in Lake Charles. Der Hurrikan lasse selbst die stabilsten Gebäude erzittern, Glasscherben flögen durch die Luft. Das Ausmaß der Zerstörung in den bereits betroffenen Gebieten lässt sich noch nicht absehen. Mit Tagesanbruch werden die Schäden aber allmählich sichtbar. So scheint das zweithöchste Gebäude in Lake Charles erheblich beschädigt worden zu sein.

Das Nationale Hurrikanzentrum NHC sprach von „katastrophalen Sturmfluten“ und „extremen Winden“. Aufgrund der erwarteten Überflutung sei die Gemeinde Cameron womöglich bis Freitag oder Samstag nicht zugänglich, sagte ein Mitarbeiter der örtlichen Katastrophenschutzbehörde dem Sender CNN

Hurrikan „Laura“: Sturmflut trifft Texas und Louisiana

+++ 11.10 Uhr: Gefährdet von Hurrikan „Laura“ sind den Vorhersagen zufolge besonders Küstengebiete in Texas und Louisiana. Das NHC warnte vor einer bis zu sechs Meter hohen Sturmflut. Das Wasser könnte demnach bis zu 60 Kilometer ins Landesinnere vordringen. Dazu kommen starker Wind und heftiger Regen: In einigen Gegenden könnten bis Freitag bis zu 26 Zentimeter Regen fallen.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, warnte, „Laura“ sei einer der bisher bedrohlichsten Wirbelstürme. Die Menschen sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. „Euer Besitz lässt sich ersetzen, Euer Leben nicht“, sagte Abbott. „Sie haben nur noch wenige Stunden, um sich vorzubereiten oder zu flüchten“, hatte Louisianas Gouverneur John Bel Edwards bereits am Mittwoch gewarnt. US-Vizepräsident Mike Pence forderte die Menschen auf, sich an die Anweisungen der Behörden zu halten.

Grafik: Hurrikan „Laura“

Update 27.08.2020, 10.05 Uhr: Hurrikan „Laura“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf die Südküste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Das Auge des Sturms befand sich in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) nahe der Gemeinde Cameron, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) im Miami mitteilte. Angesichts einer Stärke von vier von fünf handele es sich um einen „extrem gefährlichen Hurrikan“.

Das Hurrikanzentrum warnte Anwohner auf Twitter: „Gehen Sie jetzt in Deckung.“ Am sichersten sei es, im Hausinneren unter einem Tisch oder einem anderen stabilen Möbelstück in Deckung zu gehen und sich nicht in Fensternähe aufzuhalten. Es handele sich um eine „lebensbedrohliche Situation“, betonte das NHC.

Hurrikan „Laura“ trifft mit voller Wucht auf Küstengebiete der USA

USA - Sechs Meter hohe Wellen und zerstörerischer Wind: Mit dem Hurrikan „Laura“ trifft einer der bisher heftigsten Wirbelstürme auf die US-Küste im Golf von Mexiko. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde wurde „Laura“ als ein Hurrikan der Stärke vier von fünf eingestuft, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) am Mittwoch mitteilte.

Meteorologen warnen wegen Hurrikan „Laura“ vor massiven Zerstörungen

Meteorologen warnten vor massiven Zerstörungen bis tief ins Landesinnere hinein und Stromausfällen auch in benachbarten Regionen. Für ein Gebiet mit mehr als einer halben Million Einwohnern wurde die Evakuierung angeordnet.

Hurrikan „Laura“ über dem Golf von Mexiko.

Texas und Louisiana erwarten Hurrikan „Laura“

Das Küstengebiet an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Texas und Louisiana bereitete sich auf die Ankunft von „Laura“ vor. Nachdem das Hurrikanzentrum mit außergewöhnlich scharfen Worten vor „Sturmfluten, die man nicht überleben kann“ gewarnt hatte, appellierten Behörden und Politiker an die Einwohner, die Region rasch zu verlassen. Fernsehbilder zeigten, wie in den Küstenstädten Geschäfte und Wohnhäuser mit Spanholz-Platten abgesichert wurden. Der Gouverneur von Louisiana, John Edwards, betonte, dass viele Menschen vermutlich für längere Zeit in Notunterkünfte gehen müssen.

Hurrikan „Laura“: Die Corona-Krise erschwert die Evakuierung

Ein Hurrikan wie „Laura“ wäre schon unter gewöhnlichen Umständen eine große Herausforderung, die Corona-Krise erschwere die Situation aber zusätzlich, sagte Edwards im Nachrichtensender CNN. „Wenn wir Menschen transportieren, können wir die Busse nicht so füllen, wie wir es gerne würden.“ Außerdem könnten wegen der Ansteckungsgefahr große Schutzunterkünfte nicht genutzt werden. Deswegen würden Menschen stattdessen verstärkt in Hotels untergebracht.

Die Vorboten von Hurrikan „Laura“ treffen auf die Küste.

Der Meteorologe Benjamin Schott sagte in New Orleans, einige Gegenden würden nach dem Hurrikan nicht mehr wiederzuerkennen sein. „Dass eine zwei Stockwerke hohe Wasserwand an Land kommen wird, ist für viele sehr schwer vorstellbar“, sagte er. Die Fluten könnten Wasser bis zu 50 Kilometer weit ins Landesinnere bringen und große Schäden in den Städten anrichten.

Der Bürgermeister der Stadt Lake Charles in Louisiana, Nic Hunter, zeigte sich in einem Radio-Interview beunruhigt, dass nicht alle Menschen die Aufforderungen befolgten, sich in Sicherheit zu bringen. Auch Texas‘ Gouverneur ermahnte die Betroffenen, die Warnungen ernst zu nehmen. Oberstes Ziel bei einem Hurrikan sei, sein Leben zu schützen, sagte er dem Sender Fox News. „Eigentum kann ersetzt werden, Leben nicht.“

Hurrikan „Laura“ könnte schwere Schäden verursachen

Dort, wo „Laura“ auf Land treffe, müsse mit „verheerenden Sturmschäden“ gerechnet werden, warnte das Nationale Hurrikanzentrum. Auch gut gebaute Häuser könnten schwer beschädigt und Bäume entwurzelt werden. Es werde mehrere Tage oder Wochen kein Strom und kein Wasser geben. Heftige Winde und weitreichende Überflutungen könnten nicht nur auf Texas und Louisiana begrenzt bleiben, sondern etwa auch den Bundesstaat Arkansas betreffen.

Der Hurrikan „Laura“ hat die Stadt Lake Charles im Bundesstaat Louisiana verwüstet.

„Laura“ hatte über ungewöhnlich warmem Meerwasser rasch an Kraft gewonnen und wurde innerhalb weniger Stunden von Kategorie zwei in Kategorie vier hochgestuft. Damit ist „Laura“ der erste sehr starke Hurrikan der Saison.

Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, von denen sieben bis elf Hurrikans werden könnten, drei bis sechs sogar sehr starke mit Windgeschwindigkeiten von 178 Stundenkilometer und mehr. In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln. Die Wirbelsturm-Saison endet Ende November. (skr mit dpa)

Rubriklistenbild: © David J. Phillip/dpa

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