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Essen, Wasser, Medizin: Einwohner von Florida sollten für sieben Tage Vorräte anschaffen.

Hurrikan

Das große Hamstern

Menschen an der US-Ostküste bereiten sich auf den Hurrikan „Dorian“ vor.

Der Hurrikan „Dorian“ gewinnt über den warmen Gewässern der Karibik an Stärke. Die Südostküste der USA bereitet sich bereits auf den heranziehenden Wirbelsturm vor. Der Bundesstaat Florida rief den Notstand aus. „Jeder Einwohner von Florida sollte für mindestens sieben Tage Vorräte haben, darunter Essen, Wasser und Medizin sowie einen Plan für den Katastrophenfall“, erklärte Gouverneur Ron DeSantis. Mit dem Eintreffen des Sturms wurde aber nicht vor dem Wochenende gerechnet.

„Dorian“ war am Mittwoch wegen starker Windböen von einem Tropensturm zum Hurrikan der Kategorie eins hochgestuft worden. Der Sturm traf nicht direkt auf das US-Außengebiet Puerto Rico, sondern zog weiter östlich nahe an den Jungferninseln vorbei. Von dort sollte der Hurrikan am Donnerstag weiter in Richtung der Bahamas ziehen, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte.

Die Meteorologen erwarten, dass der Hurrikan in den warmen Gewässern des westlichen Atlantiks weiter an Kraft gewinnen wird. Vor dem Eintreffen an der US-Küste könnte „Dorian“ sich demnach auf der Skala von eins bis fünf zu einem Hurrikan der Stufe drei entwickeln. Ein solcher Sturm wird meist von heftigen Regenfällen und zerstörerischen Windböen begleitet.

Feiertag am Montag

Neben Florida könnten davon auch die Bundesstaaten Georgia und South Carolina betroffen sein, sagte der Leiter der Hurrikan-Zentrums, Ken Graham. Das Unwetter dürfte die USA an einem langen Wochenende heimsuchen, denn am Montag ist dort ein Feiertag. Am Mittwochabend bewegte sich der Wirbelsturm mit rund 22 Kilometern pro Stunde nordwestlich vorwärts.

Ursprünglich war erwartet worden, dass „Dorian“ auf seinem Weg an die Küste mit einiger Wucht auf Puerto Rico treffen würde. Die US-Regierung hatte deshalb am Dienstag vorsorglich den Notstand über Puerto Rico verhängt, um der Insel besseren Zugang zu Bundeshilfen und Fördermitteln zu verschaffen. Puerto Rico schien zunächst glimpflich davongekommen zu sein.

Der assoziierte Freistaat der USA mit seinen rund 3,2 Millionen Einwohnern ist während der Hurrikan-Saison oft Stürmen ausgesetzt. Besonders verheerend hatte im September 2017 Hurrikan „Maria“ das Gebiet getroffen. Fast 3000 Todesopfer wurden dem Sturm im Nachhinein zugerechnet. Monatelang litten die Puertoricaner zudem unter Stromausfällen und unterbrochener Trinkwasserversorgung. Die Angst vor einer neuen Unwetterkatastrophe war dort deshalb groß. (dpa)

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