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Flucht vor dem Unglück: Bisher starben sieben Menschen.

Unglück

Hunderte Verletzte in Indien

Gefährliches Gas tritt aus Plastik-Fabrik aus.

Bei einem Gasunglück an einer Chemiefabrik in Indien sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 700 bis 800 weitere wurden mit Augenreizungen und Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von rund drei Kilometern um die Fabrik in der südlichen Hafenstadt Visakhapatnam würden in Sicherheit gebracht.

Das Gas, das bei der Produktion von Plastik eingesetzt werde, sei in der Nacht ausgetreten, sagte der Chef der nationalen Katastrophenschutzbehörde dem Sender NDTV. Die Menschen in der Umgebung hätten wohl den unangenehmen Geruch bemerkt. Erst am Morgen habe der Austritt des Gases dann gestoppt werden können. Indiens Premierminister Narendra Modi twitterte, er bete für die Sicherheit und das Wohl aller Menschen in der Stadt.

Die Verwaltung forderte Bürgerinnen und Bürger über Twitter auf, mit feuchten Masken oder Tüchern Mund und Nase zu bedecken sowie ihre Häuser nicht zu verlassen. Fernsehbilder zeigten bewusstlose Menschen auf dem Boden und Tiere mit Schaum vorm Mund. Die Fabrik gehört zur koreanischen Firma LG Polymers. Sie stellt Plastik her, das etwa für Spielsachen verwendet wird.

1984 kam es in Indien zu einer der schlimmsten Chemiekatastrophen der Geschichte. Damals entwichen aus einer Pestizid-Fabrik in Bhopal Tonnen der hochgiftigen Verbindung Methylisocyanat. Nach Angaben von Menschenrechtlern starben mehr als 20 000 Menschen, Hunderttausende erkrankten. (dpa)

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