Im Bundesstaat Oaxaca: Trümmer liegen auf der Straße. 
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Im Bundesstaat Oaxaca: Trümmer liegen auf der Straße.

Erdbeben

Hunderte Häuser beschädigt

Schweres Beben im Süden Mexikos. Auch Schulen und Gesundheitszentren betroffen. 

Der Süden Mexikos ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag vor der Pazifikküste des Bundesstaates Oaxaca, wie der seismologische Dienst des nordamerikanischen Landes am Dienstag mitteilte. Auch in Mexiko-Stadt, rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt, war der Erdstoß zu spüren.

Mindestens sechs Tote

Mindestens sechs Menschen kamen in Oaxaca ums Leben, wie die Zivilschutzbehörde des Bundesstaates mitteilte. Rund 500 Wohnhäuser, 15 Gesundheitszentren, vier Schulen und vier archäologische Ausgrabungsstätten seien beschädigt worden, berichtete der Gouverneur Alejandro Murat am Abend. Aus der Region wurden größtenteils leichte Schäden an Gebäuden gemeldet.

Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus. In einer Raffinerie in Salina Cruz brach nach dem Beben ein Feuer aus. Der Brand sei schnell gelöscht worden, teilte der staatliche Ölkonzern Pemex mit. Mexikos Zivilschutzbehörde berichtete von einem Pemex-Mitarbeiter unter den Todesopfern.

In Mexiko-Stadt ertönte der Erdbeben-Alarm vormittags nach Angaben der Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum rund eine Minute, bevor die Erschütterungen zu spüren waren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Rund 30 Gebäude wurden leicht beschädigt, wie Sheinbaum sagte. Ein Krankenhaus wurde evakuiert. Vielerorts fiel auch in der Hauptstadt der Strom aus.

In vier weiteren Bundesstaaten war das Beben ebenso zu spüren. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Der seismologische Dienst meldete mehr als 650 Nachbeben. Die US-Behörden warnten vor einem möglichen Tsunami an der mexikanischen Küste, hoben die Warnung aber später auf.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. Etwa bei einem Beben im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben, 228 davon in Mexiko-Stadt. Bei einem besonders verheerenden Erdstoß der Stärke 8,1 starben 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10 000 Menschen. dpa

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