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Ein Hund der Rasse Australian Shepherd liegt auf dem Boden.
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Der zehnjährige Australian Shepherd kollabierte am Mannheimer Hauptbahnhof.

Vierbeiner brach mehrmals zusammen

Hund bricht am Bahnhof zusammen, weil Besitzer die Behandlung nicht zahlen kann

  • Zülal Acar
    vonZülal Acar
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Weil sein Besitzer die teure Krebs-Behandlung nicht bezahlen konnte, brach ein Hund mehrfach zusammen und starb. Tierschützer kritisieren den Halter.

Mannheim - Haustiere bedeuten für viele Deutsche weitaus mehr als nur ein Hobby, sie sind tröstende Begleiter in schwierigen Zeiten, wie jetzt während der Corona-Pandemie (*FR berichtete), und haben sogar einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit*. Hunde, Katzen und Co. werden als vollwertige Familienmitglieder wahrgenommen, die nur schwer wegzudenken sind. Umso härter trifft es die Halter, wenn ihre Haustiere sterben müssen. Für den Hund eines Rentners aus Baden-Württemberg kam jede Hilfe zu spät: nachdem der Australian Shepherd mehrmals zusammengebrochen war, starb der Hund. Besonders traurig: Sein Leid hätte vermutlich gelindert werden können - doch seinem Herrchen fehlte schlichtweg das Geld für die teure Behandlung.

Hund kollabiert am Bahnhof: Herztumor schwächt Rüden

Tatsächlich sind in Deutschland immer mehr ältere Menschen und Rentner von Altersarmut betroffen*, sodass sie sich verschulden. Da Besuche beim Tierarzt oft sehr teuer sind, und der kranke Hund regelmäßig zu Untersuchungen musste, konnte sich sein Besitzer die nötige Behandlung nicht leisten. So wuchs der Tumor im Herzen des zehn Jahre alten Rüden immer weiter unkontrolliert und verursachte Probleme. So kam es, dass der Hund am Bahnsteig des Mannheimer Hauptbahnhofs zusammenbrach. Ein Perikarderguss, also eine Ansammlung von Flüssigkeit in seinem Herzbeutel, schwächten das Tier.

Zum Glück bekam der Hund dann Hilfe. Die Berufstierrettung Rhein-Neckar griff schnell ein und leistete noch vor Ort Erste Hilfe. Und es blieb nicht dabei: „Da der Rentner keine finanziellen Mittel für die Behandlung des Hundes hat, entschieden wir uns, dass wir auf die Einsatzkosten verzichten und baten den Futteranker Mannheim für die tierärztliche Behandlung um Hilfe“, schrieben sie auf ihrer Facebook-Seite. Der Verein Futteranker Mannheim e.V. willigte ein und half dem Besitzer des Mannes aus.

Tierschützer wütend über Besitzer: „So nachlässig“

Nach diesem traurigen Vorfall erholte sich der Rüde dann - jedoch nur kurzfristig. Denn schon wenige Wochen nach seinem Zusammenbruch, kam es erneut zu einem Kollaps, wie mannheim24.de berichtet. „Wir können jedoch nach eingehender Rücksprache mit den behandelnden Ärzten sagen, dass er keine Überlebenschance hatte“, so der Futteranker Mannheim.

Dennoch hatte der Hund Medikamente verschrieben bekommen, die ihm die letzten Tage erleichtern sollten. Die Berufstierrettung zeigte sich enttäuscht über den Besitzer des verstorbenen Hundes, da dieser nicht zu wichtigen Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt erschien sei.  „So nachlässig mit einem Tier umzugehen, das ist für mich Tierquälerei“, sagte Michael Sehr von der Berufstierrettung. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

 

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