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Honey, der eigentliche Sieger

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Von: Kathrin Rosendorff

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Kim Hnizdo (rechts) und die stolze Model-Mama Heidi.
Kim Hnizdo (rechts) und die stolze Model-Mama Heidi. © dpa

Kim Hnizdo ist Germany’s Next Topmodel. Für viele Zuschauer der Sendung war das keine Überraschung. Der eigentliche Nutznießer der Show ist sowieso Kims polarisierender Exfreund "Honey".

Schon als Kim mit ihrem elfenhaften Gesicht und ihren kurzen blonden Haarschnitt, der irgendwie an die legendäre Twiggy erinnert, in die Stierkampfarena in Palma de Mallorca auf einer Sänfte reingetragen wird, weiß man: Sie wird die Gewinnerin sein. In ihrem weiß-goldfarbenen Kleid, das was von griechischer Göttin hat, strahlt sie beim Einzug der Live-Show am Donnerstagabend – und winkt wie Romy Schneider als Kaiserin Sissi. Und tatsächlich drei Stunden später ist die 20-Jährige aus Bad Homburg Germany’s Next Topmodel der elften Staffel. Sie bekommt 100 000 Euro, einen Opel und einen Modelvertrag. Und ja, wie immer wird sie das Covermodel der deutschen Cosmopolitan.

Von Anfang an war die Hessin die „Top-Favoritin“. Auf Facebook lästern viele Fans der Heidi-Klum-Show: „Das Kim gewinnt war ab Folge eins klar. Voll langweilig.“ Entschieden hat am Ende Heidi Klum, dass Kim Hnizdo aus „Team Weiß“ gewinnt.

Kim war die einzige, die aus dem Team des Mode-Designers Michael Michalsky noch übrig war. Die anderen vier Mädels aus „Team Schwarz“, von Dauerjurymitglied Thomas Hayo, flogen nach und nach raus. Auch die schöne und wesentlich spannendere und coolere Elena Carrière, Tochter von Schauspieler Mathieu Carrière, wurde nur Zweite. Kim startete als die unsichere „Kim vom Ponyhof“. Sie reitet gern. Schön, aber austauschbar sah sie mit ihren da noch langen Haaren aus. Jetzt ist sie eine „trendige, junge Frau“ sagt ihr Mentor Michalsky. Sie habe am meisten durchgemacht: Tränenreicher Abschied ihrer langen Haare (wie immer bei GNTM), ein Busenblitzer (Nipplegate-Skandal) und der Auftritt ihres anfangs Noch-Freundes „Honey“. Eigentlich heißt der Frankfurter Alexander Keen. Er sieht aus wie Ken. Vermutlich blenden seine überweißen Zähne im realen Leben so sehr, dass man eine Sonnenbrille tragen muss, wenn man sich länger mit ihm unterhält. Angefangen hat alles mit ein paar Liegestützen am Pool, die er beim Besuch seiner Liebsten in einer Folge machte. Der 33-Jährige ist selbst Model.

Noch während der Staffel wurde ihre Trennung bekannt gegeben. Ob Heidi der Kim dazu geraten hat, nachdem „Honey“ superfies Kims Kurzhaarschnitt kommentierte? Wir wissen es nicht. Erstaunlich ist, dass er der eigentliche Gewinner der Show ist. Keiner mag ihn, aber er bekommt die größte Medienpräsenz. ProSieben besuchte ihn in seinem Einzimmer-Appartement mit dreckigen Herdplatten. Die „Bild“-Zeitung kürte ihn zu „Sir Selbstverliebt“. Sein Ego ist unerschütterlich: Bei der Live-Show wird er ausgebuht, er interpretiert es als Kompliment, denn er sei schließlich „ein Bad Boy“. Dann darf er vom Teleprompter ablesen. Er kann lesen! Nicht besonders gut, aber immerhin. Er bietet sich der TV-Welt trotzdem als „rasender Reporter“ an. In Frankfurt und Palma de Mallorca ist er schon ein begehrtes Selfie-Objekt. Kim reist derweil um die Model-Welt. Ihr „Jurastudium“ bricht sie ab. „Nur einen Monat war ich an der Uni“, sagt sie und muss selbst lachen.

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