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Einige Häuser aus der Vogelperspektive. Das gesamte Wohngebiet steht unter Wasser.
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Starkregen überflutete ganze Wohnviertel.

Ahrweiler

Hochwasser-Katastrophe: Tausende Bewohner ohne Heizung für den Winter

  • VonNadja Austel
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Opfer der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands kämpfen noch immer mit den Folgen. Viele Haushalte bleiben im Winter ohne Heizung.

Ahrweiler – Bei der Hochwasserkatastrophe* im Westen Deutschlands wurde ein Großteil des Erdgasnetzes durch die Wassermassen zerstört. Laut Energieversorger EVM können viele Menschen daher noch nicht wieder versorgt werden. 

Betroffen ist die Region der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Südlich der Ahr sollen die Haushalte bereits im Oktober wieder an das Netz angeschlossen werden, also pünktlich zur Heizsaison, so der Versorger. Nördlich der Ahr sehe das anders aus: Hier werden rund 3500 Haushalte frühestens im Dezember wieder Gas bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Hochwasser: Keine Heizung durch Flutkatastrophe – Notversorgung ist nötig

Um die Bevölkerung dennoch zu versorgen, hat die Stadt den Energieversorger nun gebeten, alternative Heizmöglichkeiten wie mobile Gastanks zur Verfügung zu stellen. Auch eine Anbindung an das weniger zerstörte Fernwärmenetz sei laut Bürgermeister Guido Orthen denkbar. Nach Informationen der EVM wurden im Ahrtal 133 Kilometer Erdgasleitungen und mehr als 7000 Netzanschlüsse sowie zahlreiche Gasdruckregel- und Messanlagen durch das Hochwasser beschädigt oder zerstört. „Es handelt sich hier um das größte Schadensereignis in der Geschichte unseres Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg“, erklärte Vorstandschef Josef Rönz laut Reuters.

Man arbeite mit Hochdruck an den Reparaturen. Der Wiederaufbau sei allerdings durch die zerstörten Ahrüberquerungen besonders aufwändig. Zur Beseitigung der schweren Schäden durch die Flutkatastrophe haben die Regierungen von Bund und Ländern bereits Hilfen in Milliardenhöhe zugesichert.*

Flutkatastrophe: Hunderte Anwohner müssen in Not-Container

Für einen Teil der Anwohner könnten nicht rechtzeitig alternative Versorgungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Teilweise sind Ortschaften schon vor der Katastrophe nicht an das Versorgungsnetz angeschlossen gewesen. Die eigenen Gas- oder Heizöltanks wurden in vielen Fällen weggeschwemmt oder zerstört worden. 

Für diese Menschen werde man Notunterkünfte in Form von Containern bereitstellen. Orthen sagte, es gehe vermutlich um einige Hundert Betroffene. „Wir haben aktuell einen Bedarf für etwa 150 Personen.“ Die Zahl werde sich aber erhöhen, da vielen erst jetzt klar werde, dass die Energieversorgung nicht sichergestellt sei. (Nadja Austel)

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