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Rekordtemperaturen

Erneute Warnungen vor extremer Hitze in den USA und Kanada: Zahlreiche neue Brände ausgebrochen

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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  • Joshua Schößler
    Joshua Schößler
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Nach Rekordtemperaturen in der vergangenen Woche wird bereits die nächste Hitzewelle in den USA und Kanada erwartet. Wetter-Experten warnen vor Gefahren.

Update vom Montag, 12.07.2021, 12.45 Uhr: Die Menschen im Westen der USA und in Kanada sind erneut von extremer Hitze betroffen. Nachdem bereits in der vergangenen Woche Temperaturen von bis zu 50 Grad erreicht wurden, warnten Wetter-Experten in den Regionen vor dem Wochenende schon wieder vor extremer Hitze. In Las Vegas wurde am Samstag (10.07.2021) laut dem US-Wetterdienst die Rekordtemperatur von 117 Grad Fahrenheit (ca. 47 Grad Celsius) erreicht – und damit ist das Extremwetter noch nicht überstanden. Die Meteorologen warnten am Sonntag (11.07.2021) vor einer neuen „gefährlichen Hitzewelle“ und Rekordtemperaturen, während sich in Kanada zahlreiche Waldbrände bereits bedrohlich ausbreiteten. Der Zugverkehr in der Region wurde eingeschränkt, einige Straßen gesperrt und neue Evakuierungen angeordnet.

„Eine gefährliche Hitzewelle wird weite Teile des Westens der USA treffen - mit rekordverdächtigen Temperaturen“, erklärte der Nationale Wetterdienst der USA am Sonntag. Kanadische Meteorologen sagten für Teile des Westens Kanadas Höchsttemperaturen von bis zu 32 Grad vorher - weit über den saisonalen Normaltemperaturen.

Extreme Hitzewelle in den USA und Kanada: In der Region British Columbia sind allein in den vergangenen zwei Tagen 50 weitere Feuer ausgebrochen.

Extreme Hitzewelle in den USA und Kanada: Ausbreitung gefährlicher Waldbrände

Allein in den vergangenen zwei Tagen brachen 50 weitere Brände in Kanada aus, wo bereits die Armee im Einsatz gegen die Feuer ist. Knapp 300 Brände wüten derzeit in der Region. Der kanadische Verkehrsminister Omar Alghabra kündigte am Sonntag (11.07.2021) neue Notfallmaßnahmen an, um weitere Waldbrände in der Region zu verhindern. Unter anderem wurden Zugverbindungen eingestellt. Wegen unkontrollierten Funkenflugs durch schlechte Wartung sind Züge eine häufige Ursache für Waldbrände.

Im US-Bundesstaat Oregon breitete sich das sogenannte Bootleg Fire im Süden am Wochenende weiter aus: Nach Angaben der US-Waldbehörde verdreifachte sich seine Fläche. Auch in Kalifornien lodern Dutzende Feuer. Der vergangene Monat war der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen in Nordamerika. Experten warnen vor häufiger auftretenden Hitzewellen durch den Klimawandel.

Hitzewelle in den USA: Über 30 Millionen Menschen betroffen

Erstmeldung vom Samstag, 10.07.2021: Los Angeles – Auf die westlichen US-Bundesstaaten rollt an diesem Wochenende eine enorme Hitzewelle zu. Der Nationale Wetterdienst sprach demnach für über 30 Millionen Menschen eine Warnung aus.

Besonders schwer soll es große Teile Kaliforniens und Nevadas, wo die höchste Warnstufe gilt, treffen. Auch in Utah, Arizona, Las Vegas und Sacramento wird extreme Hitze erwartet. Auf über 50 Grad Celsius können die Thermometer hier klettern.

Von der Hitzewelle geht eine große gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung aus. Insbesondere ältere und kranke Personen sind bedroht, allerdings sind bei diesen Temperaturen auch gesunde Menschen gefährdet. Die Hitzewelle wird auf der einen Seite auf erhöhten atmosphärischen Druck, auf der anderen Seite auf den Klimawandel zurückgeführt.

Hitzewelle in den USA: Bis zu 50 Grad Celsius erwartet

Ryan Adamson, Meteorologe vom Wetterdienstleister AccuWeather, macht noch eine weitere Ursache aus: „Wenn der Boden feucht ist, muss die Sonne zunächst die aus dem Boden verdampfende Feuchtigkeit durchdringen und kann dann erst die Luft erhitzen, aber wenn der Boden trocken ist, wie es häufig im Westen der Fall ist, kann die Sonne direkt in den Boden dringen und diesen erhitzen“, sagte er gegenüber der Zeitung USA Today.

Erst letzte Woche war der Nordwesten der USA und das westliche Kanada von Temperaturen von knapp 50 Grad betroffen. In der kanadischen Gemeinde Lytton wurden 49,6 Grad gemessen. Der kanadische Hitzerekord hatte zuvor bei 45 Grad gelegen. Ein Flammeninferno in den darauf folgenden Tagen zerstörte die Ortschaft beinahe vollständig.

Menschen gehen in Las Vegas an Nebelmaschinen vorbei, die zur Abkühlung entlang des Las Vegas Strip eingesetzt werden.

Hitzewelle in den USA: Klimawandel als Ursache

Ryan Adamson sagt, dass Hitzewellen schwer vorherzusagen sind. „Manche Jahre sind heißer, andere Jahre sind kühler. Der Gesamttrend ist ein gradueller Temperaturanstieg. Es gibt aber natürliche Schwankungen in Bezug auf das Klima.“

In vielen US-amerikanischen Gemeinden gibt es daher die Überlegung, wie in Zukunft mit der Erwärmung umgegangen werden soll. Gouverneurin Kate Brown sagte am Sonntag dem TV-Sender CBS, dass die Regierung mit Gesundheits- und Gemeindeämtern zusammen arbeite, um besonders schwer betroffene Personen mit Klimaanlagen zu versorgen. Darüber hinaus plane man in Zukunft sogenannte „cooling centers“ zu eröffnen. (Joshua Schößler, Isabel Wetzel mit dpa)

Rubriklistenbild: © AFP Photo/BC Wildfire Service

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