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Rente: Wann sich ein Nebenjob lohnt – und wann nicht

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Von: Clara Veiga Pinto

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Zwei Rentner schauen im Herbst über ein Tal.
Rentnerinnen und Rentner dürfen sich etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen. Dabei muss allerdings einiges beachtet werden. (Symbolbild) ©  Science Photo Library/Imago

Rentnerinnen und Rentner, die sich etwas hinzuverdienen, können ihre Rentenbezüge dauerhaft erhöhen. Das müssen Sie beachten.

Frankfurt – Die meisten angehenden Rentnerinnen und Rentner freuen sich darauf, ihr Berufsleben hinter sich zu lassen. Viele suchen sich allerdings auch eine neue Beschäftigung, wie zum Beispiel einen Nebenjob. Dabei muss man allerdings einiges beachten. Alle wichtigen Informationen über Hinzuverdienst in der Rente im Überblick.

Wer sich etwas mit einem Nebenjob dazuverdient, muss teilweise Steuern und Rentenbeiträge zahlen. Die Versteuerung der Rente erhöht dauerhaft die Altersrente. Steuerlich am günstigsten ist eine geringfügige Beschäftigung, also ein Minijob.

Nebenjobs im Rentenalter: Minijob-Grenze nun bei 520 Euro

Die Grenze für den Minijob wurde kürzlich von 450 auf 520 Euro angehoben. Wer pro Monat mehr als 520 Euro verdient, muss Lohnsteuer zahlen, die der Arbeitgeber direkt abführt. Beim aktuellen Mindestlohn von zwölf Euro entspricht dies einer Arbeitszeit von maximal 43,3 Stunden im Monat.

Minijob-Verdienstgrenze
bis Oktober 2022450 Euro pro Monat
seit Oktober 2022520 Euro pro Monat

Neben Lohnsteuer müssen die Seniorinnen und Senioren dann auch Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zahlen, sowie weiter in die Rentenkasse einzahlen, sodass das Arbeiten als Rentner:in möglich ist. So ist es auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung beschrieben.

Hinzuverdienst als Senior: Ehrenamt wird steuerfrei vergütet

Steuer- und abgabenfrei sind Jobs als Übungsleiter im Sportverein, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer im Rahmen der Übungsleiterpauschale.  Maximal 250 Euro pro Monat lassen sich so verdienen, brutto für netto. Das berichtet das Handelsblatt. Ein Ehrenamt darf mit 70 Euro im Monat steuerfrei vergütet werden.

Dauerhafte Beschäftigungen mit einem Verdienst zwischen 520 und 1600 Euro heißen Midijob und müssen entsprechend versteuert werden. Wer mehr als 1600 Euro verdient, gilt nicht mehr als geringfügig beschäftigt und muss neben Steuern die vollen Sozialabgaben zahlen.

Altersrente aufstocken: Ruhestand um ein paar Jahre aufschieben

Am stärksten stocken Rentnerinnen und Rentner ihre Altersrente auf, wenn sie den Ruhestand ein paar Jahre aufschieben. Für jeden Monat, den sie über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten und noch keine Rente beziehen, gibt es einen Zuschlag von 0,5 Prozent pro Monat für die Rente, berichtet das Handelsblatt.

Wer sich zum Beispiel erst ein Jahr später zur Ruhe setzt, erhöht seine Rente um sechs Prozent. (Clara Pinto)

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