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Hightech-Boot der Tierschützer gesunken

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Die Ady Gil ist mittlerweile gesunken.
Die Ady Gil ist mittlerweile gesunken. © afp

Zwei Tage lang trieb der nach einer Kollision mit einem japanischen Walfangschiff beschädigte Trimaran "Ady Gil" im Meer. Nun ist das 1,4 Millionen Dollar teure Boot gesunken. Der Kapitän erhebt schwere Vorwürfe.

Canberra. Das von einem japanischen Walfänger beschädigte Boot von Tierschützern ist am Freitag nahe der Antarktis gesunken. Der 24 Meter lange Trimaran der Sea Sheperd Conservation Society trieb nach der Kollision schwer beschädigt zwei Tage lang im Meer, bevor er am Freitag sank. "Wir haben die 'Ady Gil' heute um drei Uhr morgens verloren", sagte Kapitän Paul Watson. Den japanischen Walfängern warf er vor, Notsignale der Tierschützer ignoriert zu haben.

"Wir glauben, dass das Absicht war", erklärten die Walfang-Gegner zu der Kollision. Die sechs Besatzungsmitglieder des etwa 1,4 Millionen Dollar teuren Schnellboots "Ady Gil" seien zwar gerettet worden, ein Tierschützer habe sich aber zwei Rippen gebrochen. Die japanische Fischereibehörde Walfänger wies die Vorwürfe zurück. Eine Kollision des Trimarans sei unvermeidbar gewesen.

Die "Ady Gil" hätte ihre Fahrt plötzlich gedrosselt, als sie vor dem Bug des Schiffs der japanischen Walfangflotte kreuzte, erklärte die Behörde. Sie warf den Tierschützern unverantwortliches Verhalten vor. Die japanische Regierung bezeichnete Watson bereits früher als "Öko-Terroristen".

Der kommerzielle Walfang ist seit 1986 offiziell verboten. Japan setzt die Jagd auf Wale in der Antarktis aber fort mit der Begründung, die Tiere würden zu Forschungszwecken getötet. (rtr)

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