Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Karl Lauterbach, SPD
+
Karl Lauterbach in einem Sitzungssaal. (Archivfoto)

„heute-show“ im ZDF

„Ich bin keine Leiche“ – Karl Lauterbach kontert Hassnachrichten

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
    schließen

In der „heute-show“ beweist Karl Lauterbach wahren Humor. Er liest Hassnachrichten vor und antwortet darauf. Doch das Problem ist eigentlich zu ernst, um darüber zu lachen.

  • Karl Lauterbach äußert sich nahezu täglich zu aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie*.
  • Dem Gesundheitsexperten schlägt dabei enormer Hass entgegen.
  • In der „heute show“ im ZDF* hat er nun einige Hassnachrichten vorgelesen – und darauf geantwortet.

Mainz – Karl Lauterbach, 58 Jahre alt, SPD-Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte. Er zählt zu den meistgehörten Kommentatoren der derzeitigen Pandemie. Was Lauterbach von vielen seiner Kollegen unterscheidet: Er ist promovierter Mediziner, arbeitete unter anderem bereits an epidemiologischen Forschungsprojekten mit. Viele andere Politiker treten nur als Sprachrohr wissenschaftlicher Expertisen auf, Lauterbach ist vom Fach.

Der 58-Jährige veröffentlicht täglich Beiträge in sozialen Netzwerken wie Twitter, in welchen er Stellung zu Studien oder politischen Entscheidungen bezieht. Damit polarisiert er. Die Reaktionen auf Lauterbachs Äußerungen sind gemischt, am lautesten sind jedoch seine Kritikerinnen und Kritiker. Der Hass im Netz konzentriert sich oftmals auf seine Person. „Erneut rollt eine Hasswelle über mich im Internet, mit Morddrohungen und Beleidigungen, die schwer zu ertragen sind. Immer wieder Aufrufe zur Gewalt. Meine Büroschreibtische sind voll von Anzeigen und Ermittlungsgefahren. Es ist immer der Versuch, warnende Stimmen einzuschüchtern“, schrieb Lauterbach kürzlich auf Twitter.

„heute-show“ (ZDF) – Karl Lauterbach liest „ausgewählte Hasslyrik“ vor

Lauterbach fand am Wochenende eine ganz eigene Art und Weise sich dem Hass entgegenzustellen. In der „heute-show“ im „ZDF“ las er einige diskreditierende Kommentare vor und antwortete sogar darauf – einige Beispiele. „Der ist selbst der größte Mutant“, meinte Lori W. Lauterbach antwortet darauf: „Da kann ich nur sagen: Wenn ich ein Mutant wäre, wäre ich ansteckend und das einzige, das bei mir noch ansteckend geblieben wäre, wäre dann der Humor, den ich mir auch in dieser Phase nicht nehmen lasse.“

Karl Lauterbach (SPD) in der „heute-show“ im „ZDF“. (Screenshot)

„Warum läuft der eigentlich noch frei herum?“, fragte sich Ralph K. Lauterbachs Antwort: „Das ist eine gute Frage, Ralph. Tatsächlich habe ich meine sozialen Kontakte weitgehend eingeschränkt, aber es ist ein Gerücht, dass der einzige verbleibende Sozialkontakt Markus Lanz wäre. Etwas breiter aufgestellt ist es dann doch noch.“ Damit spielte Ralph K. offenbar auf die zahlreichen Talkshow-Auftritte des Gesundheitspolitikers an.

„Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?“

Michael M. – Kommentar zu Karl Lauterbach auf Twitter

„Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?“, stellte Michael M. auf Twitter in den Raum. Karl Lauterbach dazu: „Nun ja, zunächst: Hier bin ich, ich bin keine Leiche. Ich bin noch unterwegs. Aber der ein oder andere, der sich hier nicht impfen lässt, der könnte demnächst eine Leiche sein – mit oder ohne Crackkonsum.“

„heute-show“ verpasst?

Hier können Sie die Sendung in der Mediathek anschauen.

Bereits vor seinem humorigen Auftritt in der „heute-show“ hatte Lauterbach angekündigt, sich wehren zu wollen: „Ich habe nicht vor, mich einschüchtern zu lassen. Diese Menschen werden mich nicht zum Schweigen bringen“, sagte er dem „RND“. „Diese Menschen sind extrem frustriert und wütend. Sie haben erwartet, dass sich das Leben durch die Impfungen und das bevorstehende Frühjahr jetzt wieder schnell normalisiert“, so Lauterbach weiter.

Kritik an Lauterbach wurde jüngst nicht nur in den sozialen Netzwerken laut, sondern auch aus der Bundesliga. Hansi Flick, Trainer des FC Bayern München, bemängelte auf einer Pressekonferenz, dass sich „sogenannte Experten“ in der Pandemie ständig positionieren würden – und meinte damit Lauterbach. Daraufhin folgte eine Aussprache zwischen dem Bayern-Trainer und dem SPD-Politiker.*

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitspolitiker, äußert sich regelmäßig zur Corona-Krise. (Archivfoto)

Corona: Karl Lauterbach warnt vor „dritter Welle“

Abseits von Hassnachrichten und der „heute-show“, warnt Lauterbach derzeit vor zu voreiligen Corona-Lockerungen in Deutschland. „Wir sind am Beginn der dritten Welle“, sagte er dem „SWR“. Grundlage seiner Einschätzung seien sich rasant ausbreitende Corona-Mutante. „Der Lockdown war stark genug, um die alte Wildtyp-Variante zu verdrängen. Aber die neuen Varianten dehnen sich weiter aus“, so der 57-Jährige. Als der Lockdown verlängert wurde, sagte Lauterbach bereits im Interview*, dass auf Corona-Lockerungen erneut hohe Neuinfektionszahlen folgen würden.

Zudem sagte er, dass er die Schulöffnungen am Montag* (22.02.2021) kritisch sehe. Bedingung dafür sei für ihn, dass Antigen-Tests zur Verfügung stünden. „Daher geht man da ein Risiko ein“, so Lauterbach. (Tobias Utz) *fr.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion