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May hat mit ihrer langen Nase Britanniens Wirtschaft jäh durchspießt, was auch in Düsseldorf verdrießt.

Rosenmontag

Was den politischen Karneval bewegt

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Wahrheit tut weh: Was die Narren May, Trump, Nahles und Kramp-Karrenbauer am Rosenmontag mitgeben.

Viele glauben, politischer Karneval sei, wenn die Pappnasen von der äußersten Rechten in die Fernseh-Talkshows der Damen Will, Maischberger und Illner hineinragen dürfen. Das stimmt so nicht.

Politischer Karneval ist vielmehr, wenn Anne Will am Morgen nach ihrer Show nicht ausschlafen kann, weil sie beim Kölner Zoch mitfährt (für Nicht-Jecken: Zoch = Karnevalszug). Sie sei im Werfen recht gut, verriet sie der Deutschen Presse-Agentur: „Pralinenschachteln – da macht mir kaum jemand was vor.“ An diesem Rosenmontag beeinflussten allerdings stürmische Windböen die Flugeigenschaften der Pralinen und Kamelle. Manch Zug wurde deshalb abgeblasen, aber die Bundeshauptnarren vom Rhein blieben tapfer. Hunderttausende waren auf den Straßen, die Düsseldorfer starteten etwas später als geplant. Beherrschende Themen in diesem Jahr: Brexit, Groko, die SPD, und immer noch gern genommen: Trump.

Bei den schlechten Gender-Toilettenwitzen übertraf in dieser Kampagne niemand die CDU-Chefin. Wen oder was hätten die Motivwagen also ordentlich vorführen müssen? Richtig: AKK. Taten sie aber nicht, jedenfalls nicht in dem Zusammenhang. Da war wohl die Zeit nach dem Griff ins Klo zu kurz. Insgesamt bleibt festzuhalten: Politischer Karneval ist eigentlich das ganze Jahr, vor allem wenn die CSU über Diesel spricht. Oder die SPD über linke Politik.

Rosenmontag in Düsseldorf.

Unheilig

Die nackte fette Ami-Wampe gehört dem Präsidenten Trumpe. Er hält sie schützend über einen, der, so will es scheinen, blutig sein Geschäft bestellt vor den Augen dieser Welt. Die Düsseldorfer Narrenzunft, ein Völkchen mit recht viel Vernunft, zumindest im Vergleich mit diesen Staatenlenkern, fiesen, stellt den Fall zur Diskussion. Aber ach, wir ahnen schon: Ändern wird sich dennoch wenig, schnöder Mammon ist der König. Sprudelt Salmans Ölquell weiter, bleibt auch Wampen-Engel heiter.

Rosenmontag in Köln.

Schlagseitig

Onkel Scholz und Tante Nahles droht in Köln Katastrophales. Ihr Dampfer hängt schon hinten runter. Wie kriegen sie den wieder munter? Mancher schreit: Nach links, sofort! Oder Chefin über Bord!

Rosenmontag in Düsseldorf.

Breitbrüstig

Italiens wackere Faschisten säugen Hass an ihren Brüsten. In Düsseldorf sieht man hier einen mit zwei ganz illustren Kleinen. Ministers Brust hat nicht nur Locken, nein, sie will uns alle schocken. Fragt sich nur von rechts der Mitte: Wieso hat Salvini auch links ’ne Trinkgelegenheit?

Rosenmontag in Köln.

Drygestirnig

Da hat der Jeck so richtig Spaß – die AKK macht Fritze nass! Der Merz wollt’ die Partei doch rocken. Jens Spahn zur Linken bleibt noch trocken. Doch hat er längst eine Idee: „Wenn ich die Flasche da so seh’ – in zwanzig Jahren, Mensch, perfekt! Besiegen wir den Krebs mit Sekt!“

Rosenmontag in Düsseldorf.

Überflüssig

Die braune Masse quillt schon über. Der Schlapphut guckt mal lieber drüber. Da plärrt der Rechte ziemlich laut. Doch wenn man ganz genau hinschaut: Es wäre gut, wenn wir wen hätten zum Quietscheente-Retten.

Rosenmontag in Düsseldorf.

Beischläfrig

Wer macht denn da sein Nickerchen? Ein geistlich’ Kinderf...reund? Das Kreuz ächzt unter großen Lasten, weil Pfaffen ungestraft betasten, wen sie in ihre Finger kriegen. Wird die Gerechtigkeit noch siegen? In Düsseldorf, da hängt die Matte so niedrig wie die Papst-Messlatte.

Wer macht denn da sein Nickerchen? Ein geistlich’ Kinderf...reund? Das Kreuz ächzt unter großen Lasten, weil Pfaffen ungestraft betasten, wen sie in ihre Finger kriegen. Wird die Gerechtigkeit noch siegen? In Düsseldorf, da hängt die Matte so niedrig wie die Papst-Messlatte.

Rosenmontag in Düsseldorf.

Waghalsig

Die deutsche Schlüsselindustrie rafft ihre Bundesbürger hie. Doch weil der Diesel rollen muss, ist bald auch mit dem Grenzwert Schluss. Dann fährt sich’s, so wie hier am Rhein, ganz ungebremst wie Hänschen klein. Strick und Blut steh’n ihm gut, er ist volller Wut. Helau!

Rosenmontag in Köln.

Kunststofflich

Plastikmüll macht uns zu schaffen, es stirbt der Fisch, weil wir nur gaffen. In Köln erstickt der arme Nemo, zeigt diese blau-orange Demo. Sollten wir so weitermachen, haben wir’s bald selbst im Rachen.

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