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Hausbewohner sticht auf Mitarbeiter der Stadt Köln ein: Ein Mitarbeiter der Spurensicherung am Tatort. 

Angriff mit Messer

Hausbewohner sticht auf Mitarbeiter der Stadt Köln ein - tot

Zwei Mitarbeiter der Stadt Köln klingeln an einem Haus - und werden unvermittelt angegriffen. Ein Mann wird durch Messerstiche getötet. 

In Köln soll ein Mann am Freitag zwei Mitarbeiter der Stadt bei einem Hausbesuch mit einem Messer angegriffen und einen von ihnen tödlich verletzt haben. Die Hintergründe waren nach Angaben einer Polizeisprecherin zunächst unklar. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen hatten die städtischen Mitarbeiter am Vormittag an einem Haus im Stadtteil Dünnwald geklingelt. Nachdem der Bewohner öffnete, habe er unvermittelt auf den 47 Jahre alten Mann eingestochen. 

Köln: Kollegin erlitt einen Schock

Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg, er starb noch am Tatort. Seine Kollegin erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der getötete städtische Bedienstete war ein Mitarbeiter der Kämmerei. Der 47-Jährige war nach Angaben der Stadt vom Freitag in der Vollstreckungsabteilung tätig. Die Mitarbeiter sind dafür zuständig, Geldforderungen der Stadt einzutreiben. „Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer“, sagte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) laut Mitteilung.

Kölns OB Reker: Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen 

„Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Es macht sich Entsetzen breit angesichts einer solchen Tat“, sagte Reker weiter. „Als Stadt werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Mitarbeitenden noch sicherer fühlen können. Daher werden wir uns gründlich anschauen, was wir noch mehr tun können, auch wenn wir wissen, dass es eine absolute Sicherheit nie geben wird.“

Reker war vor vier Jahren, kurz vor ihrer Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin, selbst mit einem Messer angegriffen worden. Sie wurde bei dem Attentat schwer verletzt. Der Attentäter - ein Rechtsextremist - wurde wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt. (dpa/tom)

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