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Umfrage in Großbritannien

Nach Interview bei Oprah Winfrey: Harry und Meghan bei jungen Brit:innen beliebter als bei Älteren

  • Ines Alberti
    VonInes Alberti
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Nach dem Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Oprah Winfrey haben offenbar viele Menschen ihre Meinung über das Paar geändert. Insgesamt sind beide unbeliebter geworden.

  • Prinz Harry und Herzogin Meghan waren im Frühjahr 2020 in die USA gezogen. Ein Interview der beiden mit US-Superstar Oprah Winfrey schlägt hohe Wellen - bis in den Buckingham Palast.
  • Rassismus und Mobbing durch die britische Presse haben zu dem Bruch mit den Royals beigetragen. Ein Mitglied der Royal Family soll sich über die Hautfarbe der Sussex-Kinder gesorgt haben.
  • Laut einer Umfrage sind Harry und Meghan durch das Interview bei Brit:innen nicht gerade beliebter geworden.

Update vom Freitag, 12.03.2021, 17:24 Uhr: Nach ihrem Interview mit Oprah Winfrey sind Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan bei jüngeren Briten und Britinnen beliebter als bei der älteren Generation. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sagten knapp 60 Prozent laut einer am Freitag veröffentlichten YouGov-Umfrage, dass sie Harry mögen - 55 Prozent sagten das über Meghan. Bei den 65-Jährigen zeigt sich ein völlig anderes Bild: Nicht einmal ein Drittel (27 Prozent) hat ein positives Bild des vom Königshaus abtrünnigen Prinz Harry, nur rund jeder Achte mag seine Frau Meghan.

Insgesamt nahm die Popularität des Paares, das mittlerweile mit Sohn Archie (1) in Kalifornien lebt, seit dem Interview deutlich ab: So verlor etwa Harry seit der letzten Umfrage vor dem Interview 15 Prozentpunkte an Zustimmung - erstmals gaben laut YouGov mehr Brit:innen an, ihn nicht zu mögen als ihn zu mögen. Bei Meghan zeigte sich ein ähnlich negativer Trend. Allerdings hatte bei ihr auch schon vor dem Interview die Mehrheit der Brit:innen angegeben, sie nicht zu mögen.

Hat ihrer Beliebtheit in Großbritannien geschadet: Prinz Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan beim Interview mit Oprah Winfrey.

Harry und Meghan bei Oprah: Britischer Moderator rastet nach Interview aus und verliert seinen Job

Update vom Mittwoch, 10.03.2021, 08.29 Uhr: Das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan hat für großes Aufsehen und kontroverse Diskussionen geführt. Auch der prominente TV-Moderator Piers Morgan, der Meghan seit mehreren Jahren scharf kritisiert, äußerte seine Meinung zu dem Interview. Nun verliert er seine TV-Show.

Morgan hatte in seiner Sendung „Good Morning Britain“ Zweifel an den Depressionen und Suizidgedanken von Herzogin Meghan geäußert. Meghan hatte in dem Interview mit Oprah Winfrey bekannt gegeben, dass sie sich in der königlichen Familie zunehmend isoliert gefühlt habe, was ihrer psychischen Gesundheit geschadet habe. Morgans Kommentar: „Ich würde ihr nicht mal glauben, wenn sie den Wetterbericht vorliest.“ Alex Beresford, sein Kollege, ermahnte ihn daraufhin, dass er zu weit gehe. Im Anschluss daran verließ Morgan wütend das Studio.

Piers Morgan, ehemaliger Moderator der Sendung „Good Morning Britain“.

Die britische Medienaufsichtsbehörde „Ofcom“ erhielt daraufhin über 41.000 Beschwerden gegen Morgan. Er rede psychische Erkrankungen klein, heißt es. Der Sender ITV, in dem Morgans Sendung ausgestrahlt wurde, gab kurze Zeit später bekannt, dass Morgan die Sendung nicht mehr als Moderator leiten werde.

Harry und Meghan bei Oprah: Rassismus-Vorwürfe erzürnen konservative, weiße TV-Persönlichkeiten

Erstmeldung vom Dienstag, 09.03.2021, 16.35 Uhr: Los Angeles/London - Nach dem enthüllenden Interview des Sussex-Paars Harry und Meghan mit Oprah Winfrey wird ihnen nicht nur mit Verständnis begegnet. Gerade konservative TV-Persönlichkeiten in den USA scheinen sich durch die Rassismus-Vorwürfe der jungen Royals und ihren Einblicken in Meghans psychische Gesundheit unwahrscheinlich provoziert zu fühlen.

Narzissmus, mangelnde Selbstwahrnehmung und Unehrlichkeit befinden sich unter den Vorwürfen gegen Harry und Meghan aus der rechten Ecke. In der TV-Sendung „Fox & Friends“ auf dem Sender Fox News platzte es, wie „The Daily Beast“ berichtet, aus Co-Moderatorin Ainsley Earhardt heraus: „Ich sage nur, wenn ich ein Schloss bekäme und die Juwelen bekäme und eine Krone, ich würde nicht gehen.“

In einem Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey werfen Prinz Harry und Herzogin Meghan dem Buckingham Palast Rassismus vor. (Archivbild)

Nach Interview mit Oprah: Harry und Meghan ernten Kritik von rechts

Zwei Gefolgsmänner von Donald Trump, der ehemalige US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell und der Aktivist Charlie Kirk, sprangen ebenfalls auf den Kritik-Zug auf. Kirk sagte laut „The Daily Beast“ in seiner Radiosendung über Herzogin Meghan: „Was für ein unglaublich undankbarer Mensch du bist.“ Dass sich ein Mitglied der Royal Family rassistisch zu der Hautfarbe des Sussex-Nachwuchses Archie geäußert haben soll, glaubt Kirk demnach nicht. „Ich denke, sie erfindet das.“

Grenell erregte durch Aussagen auf Twitter Aufsehen, etwa: „Meghan Markle ist die typische amerikanische sensible Fortschrittliche. Sie will die Arbeit nicht machen, aber ist empört, dass sie die Gratis-Geschenke nicht bekommt.“ Die Fernsehmoderatorin Megyn Kelly, die zeitweise auch für Fox News arbeitete, unterstellt den Sussexes Selbstmitleid. Sie schrieb auf Twitter: „M & H tun so, als ob kein Royal es schlechter in der Presse gehabt hat als sie es haben. Haltet mal die Luft an. Habt ihr jemals so privilegierte Leute gesehen, die sich so in ihrer eigenen (vermeintlichen) Opferrolle suhlen?“

Moderator nimmt Harry und Meghan nach Interview in Schutz

Kelly spielte außerdem in der Show des britischen Moderators Piers Morgan, der Herzogin Meghan erfahrungsgemäß auch gerne herunterputzt, deren psychischen Probleme herunter. Auch zu Moderatorinnen wie Kelly selbst sei die Presse „brutal“. „Du bekommst rhetorisch die ganze Zeit Schläge ins Gesicht und es ist furchtbar“, gab sie zu. Man solle aber einfach lernen, damit zu leben. „Es sollte dich nicht in diese Art von Depression treiben, diese Art von Selbst-Beweinung“, zitiert „The Daily Beast“ Kelly.

Piers Morgan bekam jedoch in seiner Show „Good Morning Britain“ auch sein Fett für seine konstante Kritik an Meghan Markle weg. Co-Moderator Alex Beresford nahm das Paar in Schutz und deutete an, Morgans Anprangern sei bedingt durch eine persönliche Beziehung zu Markle, die sie beendet habe, was er wiederum nicht verkraftet habe. „Sie darf sich von dir lossagen, wenn sie das möchte. Hat sie seitdem jemals etwas Negatives über dich gesagt? Ich glaube nicht, und trotzdem verreißt du sie weiter“, wies Beresford seinen Kollegen Morgan zurecht.

Nach Kritik an Harry und Meghan: Moderator stürmt aus dem Studio

Mit dieser Kritik konnte Morgan scheinbar nicht umgehen. Mit den Worten „Ich habe die Nase voll hiervon“ stand er auf und stürmte aus dem Studio. Neben der scheinbaren Doppelmoral bezüglich der Kritikfähigkeit ebenfalls auffällig: Die TV-Persönlichkeiten, die Harry und Meghan jetzt für ihr enthüllendes Interview mit Oprah Winfrey kritisieren, sind allesamt weiß und zumeist Teil des Medienzweiges, der seit Jahren Banalitäten (etwa Meghans Griffe an ihren Bauch während der Schwangerschaft) zu Negativschlagzeilen befördert. Ob sie beurteilen können, welchen Einfluss Rassismus in der Schwiegerfamilie und konstant negative Berichterstattung auf die psychische Gesundheit haben, ist fraglich. (Ines Alberti, Friederike Meier, mit dpa)

Rubriklistenbild: © Joe Pugliese

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