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Hilals Eltern zeigen in ihrer Wohnung im Stadtteil Lurup ein Foto ihrer vermissten Tochter. Vor 20 Jahren verschwand die damals Zehnjährige in der unmittelbaren Nähe der elterlichen Wohnung.

Mädchen in Hamburg verschwunden

Hilal Ercan: Mädchen seit 20 Jahren vermisst - Brief von Familie rührt zu Tränen

Hilal Ercan verschwand 1999 spurlos. Das zehnjährige Mädchen wird seitdem in Hamburg vermisst. 20 Jahre später schreibt die Familie einen Offenen Brief und richtet einen Appell an den Entführer.

  • Hilal Ercan wird seit 20 Jahren vermisst
  • Die Familie gibt die Hoffnung nicht auf
  • Die Polizei startet einen neuen Zeugenaufruf
  • 5000 Euro Belohnung sind ausgesetzt
  • Die Familie Ercan veröffentlicht einen Offenen Brief

Update vom 28. Januar 2019: Hilal Ercan gilt weiterhin als vermisst. Seit bereits 20 Jahren warten die Eltern auf ein Lebenszeichen ihrer Tochter. Zum Jahrestag von Hilals Verschwinden veröffentlichte die Familie aus Hamburg einen Offenen Brief. Auf der A1 bei Hamburg machte der Zoll übrigens einen krassen Fund. Bei der Suche in Hamburg nach der Herkunft eines eigenartigen Geruchs, landet die Polizei in einem Keller und macht dort einen krassen Fund. Zudem kam es in Hamburg zu einem tödlichen Unfall, als ein Paar an einer Ampel eine fatale Entscheidung getroffen hatte.

Hamburg: Hilal Ercan seit 20 Jahren vermisst - Eltern mit Appell an Entführer

Der Text zeigt, wie es in der Gefühlswelt der Angehörigen aussieht. Gleichzeitig wird deutlich: die Familie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und: Hilal as Eltern appellieren an den Entführer, sich doch bitte endlich zu melden.

Der Brief von Hilals Eltern im Wortlaut:

"Vor 20 Jahren entriss uns ein Unbekannter unsere Enkelin, Tochter und Schwester. Vor 20 Jahren beendete ein Unbekannter das Leben eines lachenden Mädchens. Vor 20 Jahren stürzte uns ein Unbekannter in ein tiefes Loch. Wir sehen seit 20 Jahren kein Licht mehr. Wir können nicht trauern. Wir haben kein Grab. Wir können nicht in die Zukunft gucken, weil wir jeden Tag zurückschauen. Und weil immer noch ein bisschen Hoffnung da ist …

Von unserer Hilal bleibt uns nichts, nicht einmal ein Ort zum schönen Erinnern. Die Hamburger Polizei hat uns nun 20 Jahre begleitet. Die Beamten haben uns versprochen alles zu tun, um Hilal zu finden und den Unbekannten zu finden. Wir sind in den ersten Tagen zerbrochen. Wir haben seit der Tat nie wieder richtig atmen können. Der Weiße Ring hat uns beigestanden und tut es immer noch.

Aber Hilal … ist irgendwo allein! Wir können nicht bei ihr sein, wir können sie nicht zu uns holen. Der Unbekannte allein weiß von ihrem Versteck. Der Gedanke an sein Geheimnis lässt jeden Tag unsere Herzen brechen, seit 20 Jahren! In den letzten zwei Jahren hatte die Polizei neue Ideen. Wir wurden viel besucht, wir wurden über Pläne informiert.

Eine Erinnerungstafel wurde an dem Ort angebracht, den wir zum Nachdenken besuchen. Dem Ort, an dem der Unbekannte Hilal entführte. Wir schauten das erste Mal seit vielen Jahren wieder auf. Wir haben im letzten Herbst viele Polizisten bei der Suche nach Hilal im Volkspark gesehen. Uns wurden behutsam die Arbeiten erklärt. Die Polizei stand uns bei. Wir danken der Polizei für ihre Arbeit. Dass die Polizei niemals aufgeben wird.

Und wir sagen dem Unbekannten oder seinen Freunden: Bitte sagen Sie uns, wo unser kleines Mädchen ist. Sie sind doch jetzt ein anderer Mensch. 20 Jahre … Wenn Sie Angst haben, sagen Sie es anonym. Wir haben keine Kraft mehr. Niemand kann das aushalten. Bitte teilen Sie Ihr Geheimnis mit uns. Wir wollen doch nur unser kleines Mädchen wieder haben! Wir wollen Hilal endlich im Kreise unserer Familie begraben dürfen.

- Die Familie von Hilal Ercan"

Auch ein 15-jähriges Mädchen wird in Hamburg vermisst. Die Polizei bittet bei der Suche nach dem verschwundenen Teenager um Hilfe. In Hamburg wurde zudem eine Wasserleiche gefunden.

Schock bei Hamburg: Retter wollen Unfall-Opfer helfen - Audi-Fahrer dreht komplett durch

Meldung vom 27. Januar 2019: Die Polizei in Hamburg ist sicher, es gibt Menschen, die damals Merwürdiges oder Auffälliges beobachtet haben. Darum gibt es 20 Jahre danach nun einen neuen Zeugenaufruf im Fall der 1999 verschwundenen Hilal. Es sind 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt, wie nordbuzz.de* berichtet.

Hamburg: Hilal seit 20 Jahren vermisst - Polizei startet neuen Zeugenaufruf

Vor 20 Jahre verschwand das kleinen Mädchens Hilal aus Hamburg. Nun die Polizei einen neuen Zeugenaufruf gestartet. "Wir bitten mögliche Zeugen, die sich bislang nicht bei uns gemeldet haben, weiterhin ausdrücklich darum, sich mit uns in Verbindung zu setzen", sagt die zuständige Abteilungsleiterin im Landeskriminalamt, Inge Pape.

Eine Tafel der Polizei Hamburg ist an einem Einkaufszentrum im Stadtteil Lurup zu sehen. Sie soll am Ort des Verschwindens der 1999 zehn Jahre alten Hilal mögliche Zeugen ermutigen, sich mit Aussagen an die Polizei zu wenden.

"Wir gehen weiterhin davon aus, dass es Menschen gibt, die etwas Merkwürdiges oder Auffälliges beobachtet haben, bei dem es sich möglicherweise um ein wichtiges Puzzleteil zur Aufklärung des Falls handelt."

Vermisste Hilal: 5.000 Euro Belohnung - Polizei Hamburg sucht weiter nach Hinweisen

Polizisten sind bei der Suche nach der Leiche der vermissten Hilal im Altonaer Volkspark in Hamburg mit Schaufeln und Besen im Einsatz. Rund 20 Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens hat die Polizei eine Leichensuche gestartet.

Das türkische Mädchen Hilal war zehn Jahre alt, als sie am 27. Januar 1999 verschwand. Seit dem wird sie vermisst. Hilal hatte an jenem Tag ein gutes Zeugnis nach Hause gebracht und durfte sich deshalb Süßigkeiten im Einkaufszentrum "Elbgaupassage" kaufen. Von dort kehrte sie nicht zurück und ist seitdem verschwunden. 5.000 Euro Belohnung sind für entscheidende Hinweise ausgesetzt.

Schock in Lüneburg bei Hamburg: Schlimmer Verdacht nach Disco-Besuch - Frauen gehen sofort zur Polizei

Die Ermittler hatten im September 2018 im Altonaer Volkspark erfolglos nach Überresten des Kindes gesucht. Laut Polizei hatte ein Zeuge auf eine Örtlichkeit verwiesen, die bereits 2005 als möglicher Ablageort der Leiche des Kindes galt. Ein Tatverdächtiger hatte damals gestanden, Hilal entführt und getötet zu haben. Er widerrief jedoch sein Geständnis.

Suche nach Hilal aus Hamburg bisher erfolglos - Mädchen bleibt nach Verschwinden vermisst 

Ein Hinweisgeber steht im besonderen Fokus der Polizei. Er hatte sich demnach am 3. Februar 1999 mit Hilals Familie an einer Kirche in Hamburg treffen wollen. Auch nach stundenlangem Warten sei jedoch niemand aufgetaucht. Möglicherweise weil wegen eines anderen Einsatzes mehrere Polizeiwagen mit Blaulicht und Martinshorn vorbeifuhren. Der mögliche Informant konnte bis heute nicht ermittelt werden. "Wir bitten ihn, sich mit uns in Verbindung zu setzen", sagt Pape.

Mit dpa-Material

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