Immerhin die Kürbisse müssen sich keine Sorgen machen: Corona kann ihnen nichts anhaben - auch nicht an Halloween.
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Immerhin die Kürbisse müssen sich keine Sorgen machen: Corona kann ihnen nichts anhaben - auch nicht an Halloween.

„Süßes oder Saures“

Halloween zu Corona-Zeiten: Worauf während der Pandemie verzichtet werden sollte

  • Tanja Banner
    vonTanja Banner
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Auch in Deutschland zieht man seit einigen Jahren an Halloween von Tür zu Tür. In der Corona-Krise gestaltet sich das Grusel-Fest allerdings schwierig.

  • Am 31. Oktober ist Halloween - doch von Tür zu Tür ziehen ist ein Problem in Zeiten von Corona*.
  • Was ist an Halloween 2020 erlaubt und was sollte man wegen Corona lieber sein lassen?
  • Wie man Halloween feiern kann, ohne sich und andere einem hohen Corona-Risiko auszusetzen.

Am 31. Oktober ist es für viele Familien mit Kindern mittlerweile Tradition: Die Kinder verkleiden sich zu Halloween 2020 und ziehen – je nach Alter mit oder ohne Eltern – um die Häuser, um an fremden Türen zu klingeln. „Süßes oder Saures“ ertönt es aus vielen Kehlen, wenn eine Tür geöffnet wird – und die Kinder ziehen meist mit reichlich süßer Beute wieder ab.

Doch sollte man in Zeiten von Corona tatsächlich von Tür zu Tür ziehen und so nacheinander mit vielen Menschen Kontakt aufnehmen? Das Szenario passt nicht zur Corona-Ansteckungsgefahr und den wieder stark steigenden Corona-Fallzahlen*.

Halloween 2020: Was ist in Corona-Zeiten erlaubt? Was sollte man lassen?

Deshalb ist die wichtigste Frage rund um Halloween derzeit wohl nicht, welches Kostüm man anzieht oder wie man seine Eingangstüre gruselig schmückt – sondern was an Halloween in Zeiten von Corona überhaupt erlaubt ist. Sollte man wegen der Corona-Ansteckungsgefahr nicht besser darauf verzichten, an fremden Türen zu klingeln und in größeren Menschengruppen durch die Straßen zu ziehen?

So sieht es auf jeden Fall die Bundesfamilienministerin: „Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht“, erklärt Franziska Giffey (SPD) in der Zeitung „Die Welt“. Und auch Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte sagt gegenüber dpa: „Die ganz klare Empfehlung ist, den Brauch in diesem Jahr ausfallen zu lassen“.

Auch an Halloween 2020 gelten die ganz normalen Corona-Beschränkungen

Das hat zum Einen mit dem gesunden Menschenverstand zu tun: Im Alltag soll man derzeit wegen Corona Menschenansammlungen meiden und Kontakte einschränken – also gilt das selbstverständlich auch an Halloween. Außerdem gibt es geltende Corona-Beschränkungen*, die es in vielen Regionen (je nach Höhe der 7-Tage-Inzidenz) verbieten, sich mit mehr als einer kleinen Anzahl von Menschen (meist fünf bis zehn) aus meist maximal zwei Haushalten zu treffen. In den vergangenen Jahren bildeten sich an Halloween schnell Grüppchen auf den Straßen – ein Szenario, das man wegen Corona in diesem Jahr unbedingt vermeiden will. Verbote zu Halloween gibt es aber - jenseits der für einzelne Regionen geltenden Corona-Regeln - keine.

Immerhin die Kürbisse müssen sich keine Sorgen machen: Corona kann ihnen nichts anhaben - auch nicht an Halloween.

Halloween scheidet die Geister - im Corona-Jahr 2020 erst recht

Halloween, die Tradition, die aus den USA* nach Deutschland kam, scheidet jedes Jahr aufs Neue die Geister: Die Einen machen den Spaß mit, schmücken ihre Eingangstür mit geschnitzten Kürbissen und verteilen Süßigkeiten, die Anderen lassen am Halloween-Abend die Rollläden herunter und wollen in Ruhe gelassen werden. Im Corona-Jahr 2020 dürften am Halloween-Abend viele Fenster aus Angst vor Ansteckung dunkel bleiben und deutlich mehr Türen als sonst geschlossen bleiben. Das gilt auch für die US-Armee, die laut dpa am 31. Oktober die Zugänge zur europäischen Zentrale in Wiesbaden komplett schließen will. Normalerweise sind dort an Halloween viele amerikanische und deutsche Kinder auf der Jagd nach Süßigkeiten unterwegs.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, wie man Kindern den Spaß an Halloween lassen kann, ohne gleichzeitig ein hohes Corona-Risiko einzugehen. Beispielsweise sind Halloween-Partys zu Hause im engsten Familienkreis möglich – mit Verkleidung, Süßigkeiten, passender Dekoration und Halloween-Rezepten kann man den Abend entsprechend gestalten. Als Alternative kann man einen gruseligen Halloween-Spaziergang planen – mit Gruselgeschichten und Süßigkeiten, die man unterwegs suchen muss. Passend zu Halloween ist am 31. Oktober auch noch Vollmond*, den man in die Gruselgeschichten integrieren kann.

Corona-Einschränkungen: Wie man 2020 trotzdem Halloween feiern kann

Es dürfte auch Häuser geben, die Halloween-Süßigkeiten vor die Tür stellen – zur Selbstbedienung. Im Internet kursieren außerdem bereits Ideen, wie man Süßigkeiten trotz Corona verteilen kann – und zwar ganz im Sinne von Halloween mit einem gewissen Gruselfaktor. (Tanja Banner) *fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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