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Hacker starten Cyber-Angriffe auf US-Regierung: Putin unter Verdacht

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Von: Tobias Utz

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Hacker starten Cyber-Angriff auf mehrere US-Ministerien. Das FBI ermittelt und hat bereits einen konkreten Verdacht.

Washington D.C. - Mehrere US-Ministerien und Behörden wurden von Hackern angegriffen. Offenbar konnten die Cyberkriminellen unter anderem in Computersysteme des amerikanischen Finanz- und des Handelsministeriums eindringen.

Wladimir Putin und Donald Trump
Wladimir Putin und Donald Trump im Gespräch. (Archivfoto) © Brendan Smialowski/AFP

Ein Sprecher des Handelsministeriums bestätigte „CNN“, dass die Hacker einige Schutzmaßnahmen überwinden konnten. Der Nationale Sicherheitsrat kam deshalb am Wochenende im Weißen Haus zusammen. Das deutet auf einen schwerwiegenden Cyber-Angriff auf die USA hin. John Ullyot, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, teile am Sonntagabend (13. Dezember 2020) mit: „Die US-Regierung ist sich dieser Berichte bewusst und wir unternehmen alle notwendigen Schritte, um mögliche Probleme im Zusammenhang mit dieser Situation zu identifizieren und zu beheben.“ Das berichten unter anderem die „Deutsche Presse-Agentur“ und die Nachrichtenagentur „Reuters“.

USA: Cyber-Angriffe seit Monaten

Bislang ist unklar, auf welche Informationen beziehungsweise Dokumente zugegriffen wurde. Offenbar steckt hinter den Cyber-Angriffen der russische Geheimdienst „SWR“. Das berichtet die „Washington Post“. Demnach ermittelt nun auch das FBI. Russlands Regierung um Präsident Wladimir Putin hat sich bislang dazu noch nicht geäußert.

Seit Monaten ereignen sich regelmäßig Hacker-Attacken auf US-Ministerien. Hinzu kam es kürzlich zu einem Angriffe auf die IT-Sicherheitsfirma FireEye, die als Dienstleister mehrerer Behörden bei Cyber-Attacken fungiert. FireEye teilte mit, dass eine Angriffssoftware gestohlen wurde, die zum Test der Abwehrsysteme von Kunden, wie der US-Behörden, dient. Auch FireEye vermutet hinter der Hacker-Attacke einen staatlichen Auftraggeber, da es die Angreifer technisch sehr genau vorgingen.

Auch Chris Krebs, früherer Chef der Cyber- und Infrastruktursicherheit in den USA, schrieb bei Twitter, dass ein Angriff dieser Art „außergewöhnliche“ Fähigkeiten und viel Zeit voraussetze.

Chris Krebs widersprach im November 2020 Donald Trump, dass es keinen Betrug bei der US-Wahl 2020 gegeben habe. Der US-Präsident feuerte ihn daraufhin.

Donald Trump und Wladimir Putin verbindet eine spezielle Beziehung. Möglicherweise könnte der US-Präsident nach der Machtübergabe an Joe Biden davon profitieren. Russische Staatsmedien haben ihm mittlerweile Asyl angeboten. (Tobias Utz)

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