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Corona macht’s möglich: Brettspiele sind wieder angesagt.
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Corona macht’s möglich: Brettspiele sind wieder angesagt.

Brettspiele

Gut aufgelegt

  • Thomas Magenheim-Hörmann
    vonThomas Magenheim-Hörmann
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Plättchen anordnen, Kärtchen kombinieren, Filzkugeln rollen – und hoffentlich siegen. Eine kleine Auswahl gelungener Brettspiele.

Wer bei Brettspielen einen Trend sucht, wird beim Legacy-Genre fündig. Bei dieser Spezies ändern sich Regeln von Partie zu Partie, Spielbretter werden nach und nach beklebt, oder die Mitspielenden erhalten individuelle Fähigkeiten, was das Brettspiel in Richtung Rollenspiel mutieren lässt.

Vorteil: enorm abwechslungsreich mit TV-Seriencharakter. Nachteil: Man sollte immer in gleicher Besetzung spielen. Am Ende einer vorgezeichneten Serie von bis zu einigen Dutzend Partien ist das Material derart verändert und individualisiert, dass es nicht mehr weiterverwendet werden kann.

Letzteres Problem umgeht „My City“ von Autor Reiner Knizia. Das Legespiel, bei dem zwei bis vier Personen mit Gebäudeplättchen auf eigener Ablage eine Stadt puzzeln, hat zwei Seiten. Auf der A-Seite wird 24 Partien lang das Legacy-Spiel gelegt. Auf der B-Seite kann wie bei normalen Spielen weitergezockt werden. In der Legacy-Variante ist es gelungen, mit wenigen Regeländerungen von Partie zu Partie immer neue Herausforderungen zu schaffen.

Traditionell, aber nicht gewöhnlich ist „Trails of Tucana“ von Eilift Svensson und Kristian Östby. Die Spielenden erhalten die Karte einer Insel, es gibt Siegpunkte für Sehenswürdigkeiten, die per Bleistiftstrich mit Dörfern verbunden werden und in der zweiten Spielphase auch für untereinander verbundene Dörfer. Die halbstündigen Partien sind spannend, kurzweilig, alles ist schnell erklärt. Es ist ein Spiel mit „Bingo“-Atmosphäre.

Sollen auch kleine Kinder mitspielen, ist „Speedy Roll“ von Urtis Sulinskas als Kinderspiel des Jahres eine gute Wahl: ein Wettrennen auf Waldwegen und variablen Spielplanteilen. Dabei wird nicht gewürfelt, sondern gerollt – mit einer tennisballgroßen Filzkugel, die mit aufgeklebtem Gesicht wie ein zusammengerollter Igel aussieht.

Ein Schwergewicht in jeder Hinsicht ist „Glen More II Chronicles“ von Matthias Cramer, das fast drei Kilogramm auf die Waage bringt. Für das Sortieren des umfangreichen Spielmaterials gibt es eine Videoanleitung im Internet, über die Materialfülle braucht man aber nicht erschrecken, weil die Hälfte davon für optionale Varianten und Ergänzungen reserviert ist.

„Glen More“ führt ins schottische Hochland. Die Spielenden bauen mit Landschafts- und Personenkärtchen am eigenen Clangebiet. Dazu bewegt man eine Figur auf einem Plättchenrondell, nimmt das Plättchen am Zielfeld auf und baut es in sein Gebiet ein.

Nur mit Sitzfleisch

Der Clou: Am Zug ist, wer auf dem Rondell am weitesten hinten steht. Weit nach vorne rennen, bedeutet aussetzen. Rohstoffe und Whiskyfässer, Bonus- und Siegpunktmöglichkeiten machen es zum taktischen Knüller, für den bei einer Spieldauer von zwei Stunden aufwärts Sitzfleisch nötig ist.

Für jedermann geeignet und ein klassisches Familienspiel ist „Nova Luna“ von Uwe Rosenberg und Corne van Morsel. Ein abstraktes Legespiel, das durch schöne Grafik aber Atmosphäre schafft. Spielmotor ist eine Monduhr, die zur Beschaffung quadratischer Plättchen in vier Farben dient.

In einer eigenen Auslage legt man die so an, dass aufgedruckte Siegpunktbedingungen erfüllt werden. An ein Plättchen müssen drei andersfarbige angelegt werden, an ein anderes untereinander verbunden zwei gelbe und drei rote. Bei geschickter Kombination erfüllen sie sich gegenseitig. Bis zu vier Spielende beschäftigt das etwa eine halbe Stunde.

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