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"Pinocchio" und die sprechende Grille kennt fast jeder aus der Disney-Produktion aus dem Jahr 1940.

Netflix-Produktion

Guillermo del Toro erzählt "Pinocchio" neu

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Guillermo del Toro wird die Geschichte um die Holzpuppe, die so gerne ein echter Junge wäre, für Netflix produzieren. Es wird der erste Animationsfilm des oscarprämierten Regisseurs.

Der Streaming-Anbieter Netflix hat sich die Rechte an „Pinocchio“ gesichert. Guillermo del Toro wird die Geschichte um die Holzpuppe, die so gerne ein echter Junge wäre, als Animationsfilm-Musical neu erzählen - und damit eines seiner Herzensprojekte auf die Fernseher bringen, teilt Netflix in einer Presseerklärung mit.

Del Toro wird demnach neben der Regie auch das Drehbuch und die Produktion „Pinocchios“ übernehmen. Nach Netflix-Informationen wird er den Klassiker als Stop-Motion-Film neu erzählen und die Handlung im Italien der 1930er Jahre ansiedeln. „In unserer Geschichte ist Pinocchio eine unschuldige Seele mit einem gefühllosen Vater, die sich in einer Welt verliert, die sie nicht verstehen kann“, beschreibt der Regisseur seine Sicht auf den Klassiker des italienischen Autors Carlo Collodi. 

Nach Netflix-Angaben soll die Produktion bereits im Herbst diesen Jahres beginnen. Bei der Stop-Motion-Technik werden Puppen hintereinander in verschiedenen Positionen gefilmt und die einzelnen Bilder später zu einem Film zusammen gefügt. Für die Animation der berühmten hölzernen Puppe mit der Lügennase habe man Mackinnon and Saunders, die durch die Produktion der Puppen aus „Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche“ bekannt sind, an Bord holen können. Für die Stop-Motion-Animationen ist ShadowMachine zuständig („Bojack Horseman“). Die Jim Henson Company, deren größter Erfolg die „Muppets“ sind, wird del Toro in der Produktion unterstützen.

Die Neuerzählung von „Pinocchio“ wird del Toros erster Film seit „The Shape of Water“ (2017), der mit vier Oscars, zwei Golden Globe Awards und dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde - und der erste Animationsfilm, bei dem er Regie führt. Über seine Beweggründe sagte der Regisseur: „Keine Kunstform hat mein Leben und mein Werk so beeinflusst wie die Animation und kein einziger Charakter in der Geschichte hatte eine solch tiefe persönliche Verbindung zu mir wie Pinocchio.“

Del Toro hat bereits zuvor mit Netflix zusamengearbeitet. Seine TV-Serie „Trolljäger“ wurde mehrfach Emmy-prämiert und ist der Auftakt einer Serientrilogie namens „Geschichten aus Arcadia“, die sukzessive von dem Streaming-Anbieter ausgestrahlt werden sollen. 

Der mexikanische Regisseur hat bereits viele erfolgreiche Animationsfilme für DreamWorks produziert, unter ihnen „Kung Fu Panda 2“, „Der gestiefelte Kater“ und „Die Hüter des Lichts“. Zu seinen größten Erfolgen als Regisseur zählen „Pans Labyrinth“, „Shape of Water“, „Pacific Rim“ und die beiden „Hellboy“-Filme. Bei den drei Teilen von „Der Hobbit“ war del Toro als Drehbuchautor beteiligt. 

Die bisher bekannteste „Pinocchio“-Verfilmung ist die Zeichentrick-Adaption von Disney aus dem Jahr 1940. Der Konzern hat angekündigt, ebenfalls eine Neuverfilmung des Klassikers zu produzieren. Robert Downey Jr. wird hier die Produktion und die Rolle des Puppenmachers Gepetto übernehmen.

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