+
Annalena Baerbock muss die Erfahrung machen, dass auch bei der Bahn nicht alles nach Plan verläuft.

Kein Halt in Spandau

Grünen-Chefin Baerbock kritisiert die Bahn

Ein ICE fährt am Halt Berlin-Spandau einfach vorbei. "Das geht gar nicht", twitterte Baerbock an die Deutsche Bahn.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat sich bei der Deutschen Bahn beschwert, dass ein ICE am Halt Berlin-Spandau einfach durchgefahren ist. „Das geht gar nicht“, twitterte Baerbock an die Deutsche Bahn. „Da stehen nun meine Kinder und können nicht zusteigen, obwohl sie ja reservierte Plätze haben...und ich kann auch nicht aussteigen“, kritisierte die Grünen-Vorsitzende am Freitag.

Die Deutsche Bahn antwortete bei Twitter, dass der Zug überbesetzt gewesen sei. „Aus diesem Grund hat man den Halt in Berlin-Spandau entfallen lassen.“ Später hieß es noch, dass kurzfristig einige Wagen des Zuges nicht zur Verfügung gestanden hätten.

Viele Bahnkunden kennen das Problem überbesetzter Züge. Schon mehrfach wurde deswegen der Halt Berlin-Spandau ausgelassen und Dutzende Bahnkunden wurden stehen gelassen. Dementsprechend gab es neben Verständnis für ihre Kritik auch höhnische Beitrage unter den mehr als 300 Kommentaren zu ihrem Tweet.

„Warum sollte es Ihnen anders gehen?“, hieß es etwa. Oder: „Mimimimi, so ist das Leben, wenn man daran Teil nimmt, sieht man, wie es den kleinen Leuten jeden Tag geht, ich denke, mit einem Fahrrad wäre das nicht passiert“. Ein Nutzer schrieb: „Die unfassbar traurigen Bahnrealitäten machen auch vor Prominenten nicht Halt. Außer Sie heißen Böhmermann. Die Bahn wieder verlässlicher zu machen, wäre doch ein passender Wahlkampfpunkt für die Grünen.“

Böhmermann hatte am 12. November bekanntgemacht, dass er bei der Bahn einen Sonderhalt durchgesetzt hat, weil er in den falschen Zug gestiegen war. Er musste aber pünktlich zu einer bestimmten Abendveranstaltung erscheinen. Der zusätzliche Halt sei eine „absolute Ausnahme“ gewesen, hieß dazu von der Bahn. (dpa) 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion