Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wasserwerfer und Tränengas

Griechenland: Schwere Unruhen nach Video von Polizeigewalt in Athen - mehrere Verletzte

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

In Athen ist es bei Protesten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

  • In Nea Smyrni, einem Vorort von Athen, wurde ein Fall von Polizeigewalt dokumentiert.
  • Das Video des polizeilichen Übergriffs bei einer Corona-Kontrolle sorgt für Unruhen in Griechenland.
  • Bei den Protesten gegen die Polizei in Athen und Umgebung werden drei Beamte verletzt - einer davon schwer.

Athen - Bei neuerlichen Protesten gegen Polizeigewalt in der griechischen Hauptstadt Athen sind Dienstagnacht drei Polizisten verletzt worden. Mindestens ein Beamter sei dabei schwer verletzt worden und mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht, teilte die griechische Polizei mit. Demonstranten sollen den Beamten von seinem Motorrad gezogen haben und auf ihn eningeschlagen. Das bestätigen auch TV-Bilder aus der Nacht.

Griechenland: Bis zu 5000 Menschen demonstrieren gegen Polizeigewalt

Vor allem in dem Vorort Nea Smyrni hatten sich zahlreiche Demonstranten versammelt, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Bis zu 5.000 Menschen sollen sich an den Demonstrationen in der Vorstadt von Athen beteiligt haben. Auf Plakaten waren Sprüche wie „Wir wollen keine Bullen in Nea Smyrni – wir wollen Versammlungsfreiheit“ zu lesen. Es kam zu zahlreichen Bränden und etlichen Festnahmen.

Polizisten in Athen versuchen, einem von Demonstranten verletzten Kollegen zu helfen. In Griechenland protestierten zahlreiche Menschen gegen Polizeigewalt.

Ausgelöst wurden die Proteste in Griechenland durch ein Video, das am Sonntag veröffentlicht worden war. In dem Video ist ein Polizist zu sehen, der mit seinem Schlagstock mehrfach auf einen jungen Mann einschlägt. Der Mann scheint keinen Widerstand zu leisten, zahlreiche Passanten empören sich über das Verhalten der Beamten.

Griechenland: Proteste in Athen eskalieren

Im Verlauf des Dienstagabends eskalierte der Protest in Athen. 200 maskierte Demonstranten attackierten das Polizeirevier in Nea Smyrni mit Steinen und Brandsätzen. Mehrere Mülleimer gingen in Flammen auf. Die Polizei antwortete mit Wasserwerfern und Tränengas. Zehn Demonstranten wurden laut Polizeiangaben festgenommen.

Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis verurteilte die Ausschreitungen. Die Stimmung in der Bevölkerung aber bleibt geteilt. Ein Großteil der Bevölkerung und etliche Tageszeitungen kritisieren die Einstellung der Sicherheitskräfte.

Athen: Proteste in Griechenland – Zwei Polizisten verletzt

Die Polizei hatte zu dem Vorfall am Sonntag erklärt, es habe in Nea Smyrni zahlreiche Beschwerden über die Missachtung von Corona-Auflagen gegeben. Die alarmierten Beamten seien dort von rund 30 Menschen attackiert worden. Zwei Polizisten seien verletzt worden.

Mehrere Anwohner wiesen die Darstellung der griechischen Polizei vehement zurück. Auch die Videoaufnahmen des Vorfalls lassen einen anderen Schluss zu. Gegen den Polizisten, der den jungen Mann geschlagen hatte, wurden Ermittlungen eingeleitet.

Auch in Deutschland hatte ein mutmaßlicher Fall von Polizeigewalt unlängst für Kritik gesorgt. In Delmenhorst (Niedersachsen) war ein 19 Jahre alter Mann in Polizeigewahrsam gestorben. Über die Abläufe der Festnahme des jungen Mannes gibt es unterschiedliche Darstellungen seitens von Zeugen und der Polizei. (dil/afp)

Rubriklistenbild: © LOUISA GOULIAMAKI/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare