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Deutlich sichtbar sind die Schäden der Explosion in dem Wagen.

Rheinland-Pfalz

Granate explodiert in Transporter

Eine gefundene Granatpatrone ist beim Abtransport in einem Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes in Rheinland-Pfalz explodiert.

Eine gefundene Granatpatrone ist beim Abtransport in einem Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes in Rheinland-Pfalz explodiert. Dabei wurde am Donnerstag auf der Autobahn 1 bei Laufeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich das Fahrzeug zerstört, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zudem wurden zwei Autos in der Nähe beschädigt. Menschen kamen nach Angaben der Aufsichtsbehörde ADD mit Sitz in Trier nicht zu Schaden. Warum das Geschoss hochging, war noch unklar und soll nun untersucht werden. Auch die Höhe des Sachschadens war noch unbekannt.

Die Sprenggranatpatrone, die für eine Panzerabwehrkanone vorgesehen war, war in der Gemeinde Landscheid in den Transporter geladen worden und sollte eigentlich ins Lager des Kampfmittelräumdienstes gebracht werden. Nach ADD-Angaben war sie unbeschädigt, Fachleute hätten sie vor der Fahrt als transportfähig erachtet. Nichtsdestotrotz kam es auf der geschlossenen Ladefläche des Transporters zur Explosion.

Danke des gesicherten Fahrgastraumes kamen die Kampfmittelräumer in dem Wagen mit dem Schrecken davon. „Ich bin unendlich erleichtert, dass keine Personen durch die gestrige Detonation auf der A1 zu Schaden gekommen sind“, teilte ADD-Präsident Thomas Linnertz mit. Auch die Fahrer der anderen beschädigten Wagen erlitten demnach keinerlei Blessuren.

Bisher habe es in Rheinland-Pfalz glücklicherweise noch keine gravierenden Unfälle im Rahmen der Bombenentschärfung und -räumung gegeben, betonte Linnertz. „Aber dieser Vorfall führt drastisch vor Augen, wie gefährlich, trotz aller Vorsicht, die Arbeit der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes ist.“ Laut ADD wird er pro Jahr zu rund 900 Funden gerufen, darunter sind auch Fehlalarme. 2017 wurden allein rund 41,8 Tonnen Kampfmittel gefunden und entsorgt. Derzeit kommt es etwa am Rhein wegen des Niedrigwassers vermehrt zu Entdeckungen gefährlicher Kriegs-Überbleibsel. (dpa)

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