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Ein freilebender Goldschakal ist an der Autobahn 7 am Kreuz Hannover-Kirchhorst von einem Fahrzeug angefahren und getötet worden.

Niedersachsen

Goldschakal bei Unfall in Niedersachsen getötet – dritter Nachweis

An der Autobahn A7 ist ein Goldschakal angefahren und getötet worden – es ist der dritte Nachweis eines Tieres dieser Art in Niedersachsen.

In Niedersachsen ist ein Goldschakal an der Autobahn 7 angefahren worden und gestorben. Es handele sich um den dritten Nachweis eines Tieres dieser Art in Niedersachsen, sagte der Sprecher der Landesjägerschaft, Florian Rölfing, am Donnerstag. Zuvor war 2015 im Landkreis Cuxhaven Kot eines Goldschakals gefunden worden, 2017 wurde bei Osnabrück ein Tier überfahren.

Er gehe davon aus, dass die aus Südosteuropa zugewanderten Schakale mittlerweile vielerorts in Niedersachsen präsent seien, sagte der Wolfsberater der Landesjägerschaft, Raoul Reding. Wie viele Goldschakale zwischen Harz und Nordsee leben, lässt sich kaum schätzen: Die Tiere sind scheu und leben sehr zurückgezogen. Zudem können sie gerade von Laien mit einem Fuchs verwechselt werden.

Bei dem jetzt überfahrenen Tier handle es sich um ein etwa ein bis zwei Jahre altes Weibchen, hieß es. Der kleine Verwandte des Wolfs breitet sich nach Angaben der Landesjägerschaft seit einigen Jahren in Deutschland aus. Nachweise gab es bereits in mehreren Bundesländern. Der Goldschakal gilt als anpassungsfähig. Die Tiere fressen Kleinsäuger, Amphibien und Fische, aber auch Insekten, Aas und Früchte. (dpa)

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