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Sie ist bekannt für ihre energische Art: Talkmasterin Oprah Winfrey.
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Sie ist bekannt für ihre energische Art: Talkmasterin Oprah Winfrey.

Oprah Winfrey

Globale Medienikone

US-Talkmasterin Oprah Winfrey wird 60 Jahre alt. Mit ihrer Talkshow schrieb sie Geschichte und stieg zur ersten afroamerikanischen Milliardärin auf.

Von Gregor Waschinski

Oprah Winfrey hat mit ihrer Talkshow Fernsehgeschichte geschrieben: Woche für Woche unterhielt die US-Moderatorin ihr vorwiegend weibliches Millionenpublikum mit Gesellschaftsthemen, Klatsch und Alltagssorgen. Während sie sich vor der Kamera als verständnisvolle Zuhörerin verkaufte, baute sie hinter den Kulissen knallhart ein milliardenschweres Medienimperium auf. Am Mittwoch feiert die wohl einflussreichste afroamerikanische Fernsehpersönlichkeit ihren 60. Geburtstag.

„Ich werde diesen Monat 60! Ich bin so froh, dass ich lange genug gelebt habe, um diese Worte zu sagen und ihre Bedeutung zu feiern“, schreibt Winfrey in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift „The Oprah Magazine“. „Beim Gang durch das Leben entdecken wir die Wahrheit darüber, wer wir sind und wer sich das Recht verdient hat, den persönlichen Bereich in unserem Herzen zu teilen.“ Dieser leicht esoterische Wohlfühl-Jargon war auch ihr Markenzeichen im Gespräch mit den mehr als 30 000 Gästen in der inzwischen eingestellten „Oprah Winfrey Show“. Als Winfrey aufwuchs, sprach eigentlich nichts dafür, dass sie einmal die erste afroamerikanische Milliardärin werden würde.

Rassentrennung prägten das gesellschaftliche Umfeld im südlichen Bundesstaat Mississippi, in das sie 1954 als uneheliches Kind geboren wurde. Die ersten Jahre wohnte Winfrey bei den Großeltern, in ihrer Kindheit musste sie Armut und sexuellen Missbrauch ertragen. Mit 14 Jahren wurde sie ungewollt schwanger, ihr frühgeborenes Kind starb.

40 Millionen Zuschauer

Ein Stipendium ermöglichte Winfrey ein Journalismus-Studium an der Universität von Tennessee. Ihre Karriere begann Anfang der 70er Jahre bei einem lokalen Fernsehsender in Baltimore, wo sie zunächst als Reporterin, dann als Moderatorin vor der Kamera stand. Der Aufstieg zu einer nationalen Berühmtheit begann mit ihrem Wechsel nach Chicago 1984. Dort übernahm Winfrey im Lokalprogramm eine morgendliche Talkshow, die sie binnen weniger Monate zu Spitzenquoten führte.

Am 8. September 1986 wurde „The Oprah Winfrey Show“ im Sender ABC erstmals landesweit ausgestrahlt, es folgten mehr als 4500 Folgen. Am Ende schalteten jede Woche geschätzte 40 Millionen Menschen in den USA ein. Die letzte Ausgabe im Mai 2011 war ein nationales Ereignis: Die „New York Times“ kürte sie schon vor der Ausstrahlung zum größten Fernsehmoment seit dem Abschied der Late-Night-Legende Johnny Carson vor zwei Jahrzehnten.

Winfrey-Biographin Kitty Kelley nennt die Talkshow-Queen eine „einzigartige amerikanische Persönlichkeit, die der Gesellschaft einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt hat“. Winfrey hat eine eigene Produktionsfirma, katapultiert Bücher mit Empfehlungen in „Oprah‘s Book Club“ regelmäßig auf die Bestseller-Listen und verfügt nach Schätzungen des US-Magazins „Forbes“ über ein Vermögen von 2,9 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro).

Im November zeichnete Präsident Barack Obama Winfrey im Weißen Haus wegen ihrer Leistung als „globale Medienikone“ mit der Freiheitsmedaille aus, der höchsten zivilen Ehrung des Landes.

Der Politiker und die Moderatorin kennen sich gut: Winfrey unterstützte den Präsidenten im Wahlkampf. Anfang des Jahres urlaubte sie mit Obamas Ehefrau Michelle auf Hawaii.

Seit drei Jahren betreibt Winfrey ihren eigenen Sender, der Zuschauerinnen rund um die Uhr die volle Oprah-Dosis bietet. Etwa 80 Millionen Haushalte können das Oprah Winfrey Network (OWN) empfangen, dessen Shows über Gesundheit, Geld, Psychologie und Kochen sich vor allem an Frauen richten.

Winfrey führt auf OWN auch hochkarätige Interviews: Im Januar 2013 legte der frühere Radprofi und Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong bei ihr vor laufenden Kameras seine Dopingbeichte ab. (afp)

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