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Boris Becker, sein Sohn Noah (l.) und Eva Padberg auf der Aftershowparty der Michalsky Stylnite.

Michalsky Stylenite

Girls-Reihe, nackte Haut und ein Transgender-Model

Michael Michalsky machte seine Show mal wieder zum Event. Besuchern bot er neben drei Modenschauen allerhand Live-Musik und eine prominent besuchte Front Row.

Von Eva Dorothée Schmid

Michael Michalsky machte seine Show mal wieder zum Event. Besuchern bot er neben drei Modenschauen allerhand Live-Musik und eine prominent besuchte Front Row.

Michael Michalskys Motto ist „Mode muss auch Spaß machen“, und deshalb macht er als einziger Designer der Berliner Fashion Week seine Präsentation zum Event. Für den 44-Jährigen ist die Stylenite zur Fashion Week, für die er immer jede Menge Sponsoren akquiriert, die für prallgepackte Goody Bags und nie versiegende Getränke sorgen, die beste Werbung, denn teure Anzeigenkampagnen kann er sich (noch) nicht leisten. Und jetzt hat er es sogar geschafft, dass der Sender Arte seiner Veranstaltung eine 90-minütige Dokumentation widmet.

Event, das heißt: Im Tempodrom gab es am Freitagabend gleich drei Modenschauen in einer, viel nackte Haut, drei Live-Bands sowie ein Trans-Gender-Model. Dazu eine prominent besuchte Front Row, die dieses Mal auch Boris Becker mit seinem am Mittwoch erst 18 Jahre alt gewordenen Sohn Noah schmückte, was allerdings zu der Frage führte: „Wo ist eigentlich Beckers Ehefrau Lilly?“ Boris erklärte, seine Frau sei zurückgeflogen, weil der kleine Amadeus krank geworden sei. Auch Lilly meldete sich via Twitter zu Wort und schrieb: „Amadeus!! Mama kommt zu dir nach Hause.“ 

Boris Becker twittert von der Fashion Week

Sohn Noah hingegen eifert Michael Michalsky nach, was das Werbetrommelrühren für die Hauptstadt betrifft. Er kam mit einem weißen T-Shirt, das er mutmaßlich selbst entworfen hat und auf dem stand: „Let’s be cool, move to Berlin and buy T-Shirts“ (Sei cool, ziehe nach Berlin und kaufe T-Shirts).

Sein Vater schoss während der Show mehrere Fotos mit seinem Handy, die er via Twitter veröffentlichte. Besonders schien es ihm die erste Show von Roeckl angetan zu haben. Die wurde von Models bestritten, die außer den Accessoires der Münchner Firma nur Farbe auf den nackten Körpern trugen. Außerdem traten Tänzerinnen des Friedrichstadtpalasts mit Pelzmützen auf dem Kopf und Leder an den Händen auf und das war auch gut so: So hoch wie sie hätte kaum ein Model die Beine in der Can-Can-Girls-Reihe bekommen. Zu der Show spielte das New Yorker Trio Jessica 6 live.

Frida Gold live

Danach gab es nochmal Live-Musik, und zwar von Frida Gold aus dem Ruhrgebiet. Sängerin Alina Süggeler sang zwar schön, gab aber durch ein allzu weit geschlitztes neongrünes Strickkleid auch unschöne Blicke auf ihre Strumpfhose frei. Danach war das Berliner Label C'est tout an der Reihe, dessen Kollektion mit indianischen Ethnoprints allerdings nur wenige überzeugte.

Musikalisches Highlight dann die zwei Lieder, die die walisische Singer-Songwriterin Marina Diamandis, besser bekannt als Marina and the Diamonds, vortrug. Schließlich die Show von Michalsky. „Lust“ war das Motto seiner Kollektion, was vielleicht erklärt, warum die langen Roben entweder so transparent waren, dass sie bestenfalls als Negligé im Schlafzimmer getragen werden können oder so schrill mit einem Neonschriftprint bedruckt, dass man sich darin wie ein Paradiesvogel vorkommen muss. Und warum brave Plisee-Röcke mit transparenten Gummileggins kombiniert wurden.

"Berlin, Berlin" statt "New York, New York"

Beim letzten Mal hatte Michalsky das Seniorenmodel Evelyn Hall engagiert, dieses Mal durfte Trans-Gender-Model Andrej Pejic eine haarige Felljacke in Apricot für Frauen vorführen, bevor er am nächsten Tag als Mann für Gaultier werben sollte. Zum Defilee dann eine umgedichtete Version von Sinatras "New York, New York" die bei Michalsky natürlich auf "Berlin, Berlin" lautet.

 In der ersten Reihe auch die Models Eva Padberg, Karolina Kurkova sowie Franziska Knuppe, die bei sieben Schauen auf der Fashion Week auf dem Laufsteg zu sehen war. Nach der Michalsky-Show musste sie ins Tonstudio eilen, denn gemeinsam mit dem „Glamour“-Modechef Kai Margrander kommentierte sie für den Sender Arte die Aufzeichnung der Show. 

Die restlichen rund 1500 Gäste feierten unterdessen bei einem Flying Bufett und viel Champagner und gegen Mitternacht wurde sogar zu den Klängen des DJs Tiefschwarz getanzt.

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