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Auf Grund gelaufen: Tankschiff "Emma".
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Auf Grund gelaufen: Tankschiff «Emma».

Schifffahrt Mittelrhein

Gift-Tanker im Rhein geborgen

Es ist nicht der erste Unfall im «Gebirge», wie Binnenschiffer die gefährliche Mittelrhein-Strecke nennen. Und es hätte schlimmer kommen können: Tanker «Emma» hatte 1000 Tonnen giftiges Benzol an Bord.

Nach der aufwendigen Bergung eines mit hochgiftigem Benzol beladenen Tankers ist der Rhein bei Oberwesel wieder frei. Die «Emma», die sich mit 1000 Tonnen des leicht entzündlichen und krebserregenden Stoffs an Bord festgefahren hatte, wurde am Freitag zum Teil entladen und dann freigeschleppt. Die Binnenschiffer könnten nun wieder rheinauf- und -abwärts fahren, sagte ein Sprecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) danach. Auch die Bundesstraßen B9 und B42 entlang beider Ufer waren nach Polizeiangaben wieder uneingeschränkt befahrbar. Es dauerte fast eineinhalb Tage, das festgefahrene Tankschiff zu befreien. In der Nacht zum Donnerstag war es gegen 04.40 Uhr vom Kurs abgekommen und hatte sich abseits der Fahrrinne festgefahren. Nach dem Scheitern erster Versuche, den Tanker freizuschleppen, musste zunächst ein zweiter längsseits gehen, um die gefährliche Ladung abzupumpen. Im Rhein ist dabei nach Angaben der WSV nichts gelandet. Die fünfköpfige Besatzung der «Emma» blieb unverletzt.

Gegen Freitagmittag hätten schließlich zwei Schlepper die «Emma» wieder in die Fahrrinne gezogen und sie nach Oberwesel gebracht, sagte der Sprecher. Techniker sollen nun beurteilen, ob das Schiff aus eigener Kraft weiterfahren kann oder in eine Werft gezogen werden muss.

Die Ermittlungen der Polizei zur Unfallursache liefen noch. Der WSV-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Das war mit größter Sicherheit nautisches Fehlverhalten.» Mitarbeiter seiner Behörde hätten den Kurs des Schiffes unmittelbar vor dem Auflaufen mit eigenen Augen verfolgt und diese Einschätzung abgegeben. Gerade in diesem gefährlichsten Abschnitt des Rheins könne ein Fahrfehler unter Umständen nicht mehr korrigiert werden. Zwischen Oberwesel und St. Goar kommt es auf dem Rhein immer wieder zu Unfällen. (dpa)

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