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Maxwell-Prozess
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Diese Gerichtszeichnung zeigt Richterin Alison Nathan (hinten l), die zu den Geschworenen (r) über den neuen Zeitplan für die Beratungen im Missbrauchsprozess gegen die Angeklagte Maxwell spricht.

Prozess gegen Epstein-Vertraute

Ghislaine Maxwell in Prozess schuldig gesprochen – Lebenslange Haft droht

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
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Ghislaine Maxwell wurde in den USA schuldig gesprochen – Details im Überblick.

Update von Donnerstag, 30.12.2021, 00.05 Uhr: Ghislaine Maxwell wurde in New York unter anderem wegen Sexhandels mit Minderjährigen vom zuständigen Gericht für schuldig befunden. Die zwölf Geschworenen befanden sie in fünf von sechs Anklagepunkten für schuldig.

Maxwell droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.

Ghislaine Maxwell: Urteil könnte sich weiter verzögern

Erstmeldung von Mittwoch, 29.12.2021, 12.00 Uhr: New York – Der Prozess gegen Ghislaine Maxwell läuft seit Ende November. Damit alles schnell vonstatten gehen konnte, wurden weniger Zeug:innen befragt als ursprünglich vorgesehen. Beide Seiten haben bereits ihre Schlussplädoyers gehalten. Maxwell selbst verweigert die Aussage. Die US-Regierung könne ihren Fall nicht ohne begründete Zweifel beweisen, sagte die mutmaßliche Komplizin von Jeffrey Epstein, die unter anderem wegen Sexhandels mit Minderjährigen angeklagt ist.

Der United States District Court for the Southern District of New York. Hier wird der Prozess gegen Ghislaine Maxwell abgehalten.

Am 20. Dezember begannen die Geschworenen mit den Beratungen. Zu einem Urteil im Fall Ghislaine Maxwell ist es vor Weihnachten nicht gekommen. Nun kann es eventuell weitere Verzögerungen beim Prozessabschluss geben – aufgrund des Coronavirus.

Prozess gegen Ghislaine Maxwell: Corona könnte Urteil weiter verzögern

Die Beratungen der Jury am kommenden Wochenende könnten vorläufig unterbrochen werden, sollte sich die aktuelle Corona-Welle in den USA auf den Prozess auswirken.

„Wir haben nun einen hohes und eskalierendes Risiko, dass sich Geschworene und Prozessteilnehmer in Quarantäne begeben müssen“, erklärte Richterin Alison Nathan vom District Court für Süd-New-York. „Das könnte den Prozess stören und riskieren, diesen Prozess abzuschließen.“

Die Geschworenen haben sich über einen Zeitraum von fünf Tagen bereits 32 Stunden lang beraten, wie die Zeitung The Guardian berichtet. Zu einer Entscheidung sind sie noch nicht gekommen.

„Alle 50 Staaten sind gleichzeitig in der Suppe“, sagte ein Experte der New York Times am Montag (28.12.2021) mit Hinblick auf das Coronavirus. „Es ist, als würde jeder Staat von einem viralen Hurrikan getroffen werden.“ Doch vor allem New York ist von der Omikron-Variante und einem rasanten Anstieg an Hospitalisierungen durch Corona betroffen.

Prozess gegen Ghislaine Maxwell: Richterin wartet auf Urteil der Geschworenen

Richterin Nathan sagte: „Wir sind, was die Pandemie angeht, einfach an einem anderen Punkt als wir noch vor einer Wochen waren.“ Den Geschworenen teilte sie mit, dass sie sich darauf einstellen sollten, jeden Tag bis 18 Uhr vor Ort am Gericht zu bleiben. Am Morgen darauf sagte sie den Anwält:innen, dass es angesichts der Omikron-Variante einen Zeitplan für die Geschworenen geben müsse.

Die Geschworenen wollen allerdings nicht lange bleiben und teilten der Richterin mit, dass es Fortschritte in den Beratungen gebe. Sollte es am Mittwoch noch immer keine Entscheidung geben, will Alison Nathan sie, sofern nötig, über die gesamte Woche und zusätzlich über das Wochenende dabehalten. Die Richterin wolle den Geschworenen so genug Zeit für Beratungen und die Urteilsbildung einräumen und einen fehlerhaft geführten Prozess – beispielsweise wegen Corona-Ausfällen – vermeiden, erklärte sie den Anwält:innen. Allerdings wolle sie keinen Druck ausüben.

Seit 16 Monaten sitzt Ghislaine Maxwell in Haft. Am ersten Weihnachtstag wurde sie 60 Jahre alt. Die Britin ist in sechs Punkten angeklagt. Sie soll minderjährige Mädchen für ihren langjährigen Partner und Vertrauten Jeffrey Epstein rekrutiert und zum „sexuellen Missbrauch serviert“ haben. Ghislaine Maxwell plädiert auf nicht schuldig. (lrg/tu mit dpa)

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