„Zweifellos gefährlichste“: Neue Affenpocken-Variante breitet sich aus – Experte warnt
Eine neue Variante des Affenpocken-Virus greift rasant um sich. Sie ist wesentlich ansteckender und könnte sich schlimmstenfalls global verbreiten.
Kinshasa – Der Affenpocken-Ausbruch in den USA im Sommer 2022 erregte Aufsehen. Manche befürchteten gar eine weitere Pandemie, was sich glücklicherweise nicht bewahrheitete. Aktuell breitet sich allerdings eine neuere Variante des Affenpocken-Virus (Mpox-Virus) aus, die wesentlich leichter von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Als Pandemie wird der neue Stamm zwar noch nicht eingeordnet, dennoch ist die Entwicklung den Experten zufolge „besorgniserregend“.
Experten warnen vor neuem Mpox-Virus – Er breitet sich rasant aus und ist tödlicher
Aktuell verbreitet sich die neue Mpox-Variante Clade Ib in der Demokratischen Republik Kongo und ist dort bereits zur Grenze von Ruanda vorgedrungen. Die rasche Ausbreitung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass diese Form des Virus auch außerhalb eines Haushaltes ohne intimen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Damit steht es im Kontrast zur Clade-IIb-Variante, die vor allem durch sexuellen Kontakt – insbesondere zwischen zwei Männern – übertragen wird. Auch hat Clade Ib eine höhere Sterblichkeitsrate. Während 99,9 Prozent der mit Clade IIb infizierten überleben, sterben bei manchen Clade-Ib-Ausbrüchen bis zu zehn Prozent der Infizierten, informiert das amerikanische Center for Disease Control and Prevention (CDC).

Hätte es sich bei dem Ausbruch in den USA um Clade Ib gehandelt, wären im schlimmsten Fall 3.200 der 32.000 Infizierten gestorben. Da es sich um IIb handelte, war die Anzahl der Todesfälle wesentlich geringer. 58 Personen starben.
Neue Affenpocken-Variante verbreitet sich auf „besorgniserregende Weise“ – Die Symptome
Vor allem, dass die neue Variante sich auf solch „besorgniserregende Weise“ ausbreitet, beunruhigt die Forschung einem Bericht von Business Insider zufolge. Es sei „zweifellos der gefährlichste aller bekannten Mpox-Stämme“, zitiert das Nachrichtenportal John Claude Udahemuka, Dozent an der Universität von Ruanda.
Da das neue Virus sich unter anderem über Hautkontakt mit Infizierten verbreitet, könnte es sich via Flugzeugen schnell auch weltweit ausbreiten. Eine Mpox-Infektion zeigt sich durch folgende Symptome:
- Fieber,
- Kopfschmerzen
- Muskel- und Rückenschmerzen
- Geschwollene Lymphknoten
- Hautausschlag in Form von Flecken bis Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen
Quelle: infektionsschutz.de
„Jede Person, die Symptome hat, die Mpox sein könnten, sollte daher enge körperliche Kontakte vermeiden und sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen“, rät das Robert-Koch-Institut (RKI). Auch eine Impfung gegen Affenpocken gibt es, die für manche Personen sogar empfohlen wird. (sp)