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Gerd Müller ist tot: „Bomber der Nation“ stirbt mit 75

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Gerd Müller
Gerd Müller. © Archivfoto: Peter Kneffel/dpa | Bearbeitung: IPPEN.MEDIA

Gerd Müller ist gestorben. Der „Bomber der Nation“ wurde 75 Jahre alt. Das teilte der FC Bayern München am Sonntag mit.

München – Gerd Müller ist tot. Das gab der FC Bayern München am Sonntagmittag via Twitter bekannt. Demnach starb der ehemalige Fußballer am Sonntagmorgen. Er wurde 75 Jahre alt.

Fußball-Legende Gerd Müller ist tot

„Heute steht die Welt des FC Bayern still. Der deutsche Rekordmeister und seine gesamte Fangemeinde trauern um Gerd Müller“, heißt es im Statement des FC Bayern. „Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht uns alle tief betroffen. Er ist eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern, seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein“, erklärte Bayern-Vorstand Oliver Kahn.

Müller erzielte für den FC Bayern in 607 Pflichtspielen insgesamt 566 Treffer und ist mit 365 Toren unangefochtener Rekordtorschütze der Bundesliga. Mit der Nationalmannschaft wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Insgesamt traf er in 62 Einsätzen für Deutschland 68-mal.

Mit den Bayern wurde Müller viermal Meister sowie Pokalsieger und gewann einmal den Weltpokal, dreimal den Europapokal der Landesmeister und einmal den Europapokal der Pokalsieger. „Gerd Müller steht als Spieler und als Mensch wie kaum ein anderer für den FC Bayern und seine Entwicklung zu einem der größten Vereine weltweit. Gerd wird für immer in unseren Herzen sein“, ergänzte Kahn.

Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer trauerte. „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat - und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs. Sein Name und die Erinnerung an ihn wird auf ewig weiterleben.“

Gerd Müller hatte Alzheimer

Müller lebte seit Jahren in einem Pflegeheim und war an Alzheimer erkrankt. Dort wurde er bis zuletzt professionell betreut.
Bei der heimtückischen Erkrankung geht das Gedächtnis verloren. Das Wesen des Betroffenen verändert sich. Der FC Bayern hatte die schwere Erkrankung wenige Wochen vor Müllers 70. Geburtstag publik gemacht. Das Schicksal des von vielen nur „Bomber“ genannten Müller berührte über die Fußballszene hinaus viele Menschen in Deutschland.

Zum 75. Geburtstag sprach Uschi Müller über den Gesundheitszustand ihres Mannes. „Er ist immer ein Kämpfer gewesen, war immer tapfer, sein ganzes Leben lang. Das ist er auch jetzt. Der Gerd schläft seinem Ende entgegen“, schilderte sie in der Bild-Zeitung. (tu/dpa)

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