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Film-Urgestein

Gérard Depardieu: Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen Schauspieler

  • Ines Alberti
    VonInes Alberti
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Unrühmliche Schlagzeilen kennt man von Schauspieler Gérard Depardieu. Doch jetzt wirft eine junge Frau dem Franzosen vor, sie vergewaltigt zu haben.

  • Gérard Depardieu ist vielen Menschen als Obelix aus den „Asterix“-Filmen bekannt.
  • Eine junge Schauspielerin wirft ihrem Kollegen vor, sie vergewaltigt zu haben.
  • 2019 waren dazu bereits Ermittlungen eingestellt worden, jetzt beschuldigt die Justiz Depardieu formell.

Paris - Auch in Deutschland dürften viele Menschen mit diesem Schauspieler ein Stück Kindheit verbinden: Gérard Depardieu spielte ab den 1990er-Jahren den Obelix in den „Asterix“-Filmen. Jetzt steht der 72-jährige Franzose unter Vergewaltigungs-Verdacht. Eine gut 20 Jahre alte Schauspielerin wirft ihm vor, sie im Sommer 2018 zwei Mal in seiner Pariser Wohnung vergewaltigt zu haben. Die Justiz hat Depardieu nun formell beschuldigt, nachdem erste Ermittlungen 2019 eingestellt worden waren.

Gérard Depardieu weist die Vorwürfe entschieden zurück“, erklärte sein Anwalt Hervé Témime am Mittwoch im Radiosender France Inter. Zugleich betonte der Anwalt: „Das Recht wird nicht in der Öffentlichkeit gesprochen“ - eine Anspielung auf die neue #MeToo-Debatte in Frankreich, durch die seit Jahresbeginn mehrere Prominente aus Film und Fernsehen, Universitäten und Politik in Misskredit geraten sind. Depardieu ist der prominenteste Franzose, der in dieser Missbrauchsdebatte beschuldigt wird. Auch wenn die Vorwürfe gegen ihn nicht neu sind.

Gérard Depardieu spielte in den „Asterix“-Filmen die Rolle des Obelix.

Gérard Depardieu: Vorwurf der Vergewaltigung nicht die erste Negativ-Schlagzeile

Einen zweifelhaften Ruf hat der Schauspieler in Frankreich bereits, seit er 2013 von Wladimir Putin die russische Staatsbürgerschaft verliehen bekam. Seitdem wird Gérard Depardieu nicht müde, Russland als „große Demokratie“ zu preisen. Im Herbst 2018 folgte eine Nordkorea-Reise, bei der er an der Militärparade zum 70-jährigen Bestehen des Staates teilnahm. Als „Freund der Despoten“ wurde er danach in der französischen Presse bezeichnet.

„Der Mann ist finster, aber der Schauspieler ist überragend“, sagte Catherine Deneuve einmal über ihren Kollegen Gérard Depardieu. Er selbst schrieb 2017 eine Biografie mit dem Titel „Monstre“ (Monster), in der er zahlreiche Bekenntnisse ablegt, etwa über seine frühere Alkoholsucht und seine Frauen. In seinem jüngsten Bestseller „Ailleurs“ (Anderswo) bekennt er: „Ich bin manchmal ein Unschuldiger, manchmal ein Monster. Alles dazwischen interessiert mich nicht.“ (ial mit AFP)

Rubriklistenbild: © Concorde Filmverleih/dpa

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