Uniklinik Würzburg

Gentherapie bei Krebs

Würzburger Forscher stellen eine neue Behandlung vor.

Eine neuartige Gentherapie verspricht bessere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Knochenmarkkrebs. Universität und Uniklinik Würzburg stellten einen ersten Patienten mit einem Multiplem Myelom vor. Der 70-jährige Mann wurde im Dezember therapiert und berichtet heute, sich gesund zu fühlen. Bei einem gleichzeitig behandelten Patienten habe die Therapie jedoch nicht so gut angeschlagen.

Die Würzburger Forscher wenden bei ihren Patienten die so genannte CAR-T-Zelltherapie an. Das Verfahren ist erst seit August 2018 in Europa verfügbar. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen und ein Teil der enthaltenen weißen Blutkörperchen, die T-Zellen, genetisch so modifiziert, dass sie Krebszellen erkennen und zerstören. Danach bekommt der Patient die Zellen wieder verabreicht. Die Therapie kommt für Patienten infrage, bei denen andere Therapien nicht helfen.

In den USA und China wird das Verfahren schon länger angewendet. Auch in Deutschland gibt es laut der Würzburger Wissenschaftler bereits etwa 100 behandelte Patienten, die meisten von ihnen mit verschiedenen Formen von Blutkrebs. Der 70-jährige Mann sei der erste Fall einer erfolgreichen Therapie des Multiplen Myeloms. Für feste Tumore wie Brust- und Darmkrebs ist die Therapie noch in Erforschung. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion