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Paar färbt Wasserfall für Gender-Reveal-Party – und erntet Shitstorm

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Von: Vivian Werg

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Es sollte eigentlich ein emotionaler Moment werden: Für ein brasilianisches Paar droht nun 2000 Euro Strafe, nachdem sie für ihre Gender-Reveal-Party den Wasserfall blau gefärbt haben
2.000 Euro Strafe: Blau gefärbter Wasserfall für Gender-Reveal-Party – Brasilianisches Paar löst Shitstorm aus © Annebel Van den Heuvel/ Imago

Es sollte ein besonderer Moment sein: Einem Paar drohen 2000 Euro Strafe, nachdem sie für ihre Gender-Reveal-Party den Wasserfall blau gefärbt haben.

Kassel/Cuiabá – Im vergangenen Monat löste eine Gender-Reveal-Party in Brasilien eine Untersuchung der Umweltschutzbehörde (SEMA) von Mato Grosso aus. Während der Feier wurde der lokale Wasserfall Cachoeira Quema-Pé blau gefärbt, so die Washington Post. Laut SEMA mündet der Wasserfall in einen Fluss, der als Wasserquelle für die Gemeinde Tangará da Serra dient, die in den letzten Jahren jedoch Dürren ausgesetzt war, berichtet die Zeitung weiter.

Das Originalvideo, das inzwischen von Instagram gelöscht wurde, zeigte laut The Independent den Moment, in dem das Wasser blau wurde, um zu offenbaren, dass das Paar einen Jungen erwartet.

Kritik an Gender-Reveal: Es ist ein Junge – und eine Geldstrafe

Das Video hatte im Netz bei Social-Media-Nutzern für viel Zündstoff gesorgt. Ein Verwandter des Paares bestätigte gegenüber der Umweltschutzbehörde, dass er eine Substanz namens „Blue Lake“, die zur Beseitigung von Keimen in Gewässern und Schwimmbecken verwendet wird, in den Wasserfall gegeben hat. Nun wurde eine Geldstrafe von 2000 Euro verhängt. Denn in Brasilien verstößt es gegen das Gesetz, feste, flüssige oder gasförmige Abfälle, Öle oder ähnliche Substanzen in natürliche Gewässer zu geben.

Gender-Reveal-Parties: So gefährlich können sie sein

Der Trend aus den USA gewann in den letzten Jahren auch immer mehr international an Beliebtheit. Dass die Baby-Parties, die die Geschlechtsverkündung vom ungeborenen Kind auch durchaus gefährlich sein können, fasst unter anderem The Guardian zusammen:

Gender-Enthüllungen werden aufgrund des hohen Gefahrenpotentials zunehmend infrage gestellt. Heute bereut Erfinderin Jenna Karvunidis ihren losgetretenen Trend. The Guardian erzählt sie, dass es nicht nur an den Gefahren liege, sondern auch an der Tatsache, dass sich nicht-binäre Menschen und Transgender von den Gender-Reveal-Parties nicht betroffen fühlen. (Vivian Werg)

Ein Mann erntete vor kurzem Spott im Netz – der Grund: Sichtlich genervt machte er ein Tiktok-Video über ein weinendes Baby im Flugzeug.

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