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Der berüchtigte Drogenboss " El Chayo" wurde bei einem Feuergefecht getötet.

Mexiko El Chayo

Tot geglauber Drogenboss getötet

Bereits vor vier Jahren gab der mexikanische Präsident den Tod von Nazario Moreno González bekannt, doch sein Leichnam wurde nie gefunden. El Chayo, der Anführer des Tempelritter-Kartels, ist am Montag bei einem Feuergefecht im Statt Michoacan getötet worden.

In Mexiko ist ein bereits seit Jahren tot geglaubter Drogenboss erschossen worden. Der Anführer des "Tempelritter"-Kartells, Nazario Moreno González alias "El Chayo", wurde bei einem Feuergefecht mit Soldaten im Staat Michoacán getötet, wie die Zeitung La Jornada am Montag unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden berichtete. Schon im Dezember 2010 hatte der damalige mexikanische Präsident Felipe Calderón den Tod des mächtigen Drogenbosses bekanntgegeben. Allerdings wurde González' Leiche nie gefunden. Nun wurde die Identität von "El Chayo" mit Hilfe von Fingerabdrücken zweifelsfrei bestätigt, wie die Staatsanwalt erklärt.

González stand an der Spitze des Drogenkartells La Familia, aus dem die "Tempelritter" (Los Caballeros Templarios) hervorgingen. Das Kartell ist vor allem im zentralmexikanischen Michoacán aktiv und kontrolliert dort den Kokainhandel. Außerdem betreibt es zahlreiche Labors zur Herstellung synthetischer Drogen. In Michoacán lehnte sich jüngst die Bevölkerung gegen die Macht der Drogenbanden auf und gründete Bürgerwehren. Seitdem gehen die Streitkräfte verstärkt in dem Staat vor.

Mit González' Tod gelang der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto ein zweiter wichtiger Schlag gegen das organisierte Verbrechen innerhalb weniger Wochen. Ende Februar war nach 13 Jahren Flucht der Anführer des Sinaloa-Kartells, Joaquín "El Chapo" Guzmán, festgenommen worden. Er galt als weltweit meistgesuchter Drogenboss.

Bei seinem Amtsantritt im Dezember 2012 hatte Peña Nieto die Befriedung des Landes zum Schwerpunkt seiner Regierungszeit erklärt. Seit 2006 fielen mehr als 60.000 Menschen dem Drogenkrieg zum Opfer. (afp)

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