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Gefährliche Blaualgen breiten sich in Badeseen aus – so werden sie erkannt

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Von: Juliane Reyle

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Blaualgen
Ein Blaualgenteppich am Ufer eines Sees. (Symbolbild) © Uwe Zucchi/dpa/Symbolbild

Badeseen sind beliebte Ausflugsziele im Sommer, doch im Gegensatz zum Freibad lauern in den natürlichen Gewässern unsichtbare Gefahren.

Das Sommerwetter in Deutschland lädt dieses Jahr zum Baden ein. Die Badeseen locken mit ihrem erfrischenden Wasser die Besucher an. Wie echo24.de berichtet hat, sind einige Seen sogar so überlaufen, dass sie Parkplatzampeln einrichten oder gar geschlossen werden müssen. Doch die Freude über erfrischende Gewässer wird nicht nur von einer Überfüllung durch Menschen getrübt. Es droht Bakterien-Gefahr.

Warnmeldungen über Blaualgen und Badeverbote sind dieses Jahr keine Seltenheit mehr. Doch für wen sind die Algenbakterien gefährlich und kann man sie im Wasser erkennen?

Blaualgen: Deshalb verbreiten sich die Gefährlichen Bakterien in Deutschlands Badeseen

Der Klimawandel, sowie eine Absenkung des Ruhewasserspiegels soll, laut Gesundheitsamt, für die vermehrte Entstehung von Blaualgen(Cyanobakterien) in Badeseen sorgen. Der Nährstoffgehalt im Wasser soll durch wenig Wind, viel Sonne, hohe Temperaturen steigen und somit die Vermehrung der Blaualgen fördern. Besonders ein hoher Anteil an Phosphat und Stickstoff im Wasser lässt die Bakterienzahl rasant steigen.

Folgen von Blaualgen: Deshalb sind sie so gefährlich für Mensch und Tier

Die gefürchteten Blaualgen produzieren Toxine, also Giftstoffe, die sich im Wasser lösen können. Verschlucken Badegäste diese Giftstoffe beim Schwimmen oder haben sie Hautkontakt, so können unangenehme oder gar gefährliche Folgen auftreten:

Insbesondere Kinder, Schwangere oder Menschen mit schwachem Immunsystem müssen aufpassen und den Kontakt mit Blaualgen meiden. Doch auch für Hunde und andere Tiere können die Blaualgen gefährlich werden.

Tipp zum Schutz: So werden Blaualgen im Badesee erkannt

Einige Bakterien in Gewässern sind unsichtbar, doch Blaualgen sind anhand grüner Schlieren im Wasser zu erkennen. Rund 20 bis 30 Zentimeter unter der Wasserfläche sind sie zu erkennen. Allerdings sind die gebildeten Schlieren meist nicht im ganzen See, sondern nur stellenweise zu entdecken. Besonders an Ufern, Engstellen und niedrigen Bereichen sammeln sich die Blaualgengebilde. Auch ein Geruch nach Ammoniak kann auf Blaualgen hinweisen.

Ein Tipp des Bundesumweltamt besagt, dass langsam ins Wasser gegangen werden soll, möglichst ohne Schlamm aufzuwirbeln. Wenn Dann Knietief im Wasser gestanden wird und die Füße noch zu erkennen sind, dann besteht eher keine Gefahr für den Badespaß.

Blaualgen-Abbau ebenfalls gefürchtet - Fischsterben als Folge

Doch sterben die Massen von Blaualgen ab, so kommt es zu einem neuen Problem: Beim Abbau der Bakterien wird eine große Menge Sauerstoff verbraucht. Dieser Sauerstoffmangel im Gewässer kann somit auch für Fische zum Problem werden. Es fehlt Sauerstoff im Wasser. Durch die Hitzewelle droht ein Fischsterben.

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