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Gedenken an Nazi-Opfer in Hamburg: Große Pläne – Stadt übernimmt private NS-Gedenkstätte

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Stadthausbrücke in Hamburg
An der Stadthausbrücke in Hamburg wird die NS-Gedenkstelle den Betreiber wechseln. Die Stadt will sie noch größer machen. (Symbolbild) © IMAGO Images/Westend61

Die Stadt wird nun die Gedenkstätte an der Stadthausbrücke 6 betreiben. Opferverbände wollten das schon lange. Leidtragende ist die bisherige Betreiberin, die jetzt vor dem Nichts steht.

Hamburg – 2018 eröffnete Stephanie Krawehl in dem Stadthaus-Areal die Gedenkstätte zusammen mit einem Café und ihrer Buchhandlung „Lesesaal“. Eine Immobilien-Firma hatte das Gebäude gekauft und in der Buchhändlerin eine günstige Möglichkeit gefunden, die Gedenkstätte privat zu verwalten. Opferverbände gingen auf die Barrikaden. Die Stadt solle die NS-Gedenkstätte selbst und in viel größerer Form aufbauen und betreiben.
Wie Stephanie Krawehl in den letzten Jahren unter den Angriffen und dem schlechten Umsatz litt, verrät 24hamburg.de hier.

Nun muss Krawehl wegen der Corona-Pandemie, schlechten Umsätzen und den ständigen Attacken aufgeben. Sie hat bereits Insolvenz angemeldet, obwohl es ihr wehtut, ihre Buchhandlung und das ganze Experiment wirtschaftlich scheitern zu sehen. Die Buchhändlerin hatte sich damals dazu bereit erklärt, mit ihrem gut laufenden und mehrfach ausgezeichneten „Lesesaal“ umzuziehen und sich um die Gedenkstätte zu kümmern.

Mittlerweile ist die Ärzteversorgung Niedersachsen Besitzer des Gebäudes und nach Gesprächen wird nun schließlich doch die Stadt sich um den Ausbau und den Betrieb der Gedenkstätte kümmern. Die Opferverbände werden in die Planung eingezogen. Leidtragende ist Stephanie Krawehl. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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