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Ausgediente Zierstücke fliegen durch Peine.

Weihnachtsbäume

Futter oder Wurfobjekt

Die fast 30 Millionen verkauften Christbäume in Deutschland werden ganz unterschiedlich entsorgt.

Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume wurden zum Fest aufgestellt. Doch wohin nun mit ihnen? Oft liefern die Nadelbäume in Biomassekraftwerken Strom und Fernwärme. Allein die jährlich etwa 350.000 in Berlin eingesammelten Bäume reichen dem Entsorgungsbetrieb zufolge, um 500 Haushalte ein Jahr lang mit Wärme und Strom zu versorgen. In Leipzig und mehreren Städten in Hessen und Rheinland-Pfalz werden Weihnachtsbäume kompostiert. In München presst man die Überreste teilweise zu Spanplatten.

Schlanke Bäume fliegen gut

„Tannenbaum-Entsorgung einmal anders“, heißt es dagegen beim Verein Bürger-Jäger-Corps Peine in Niedersachsen. Rund 200 Männer und Frauen wetteiferten am Samstag auf dem dortigen Marktplatz darum, einen ausgedienten Weihnachtsbaum möglichst weit fliegen zu lassen. Am besten geeignet sei ein schlanker Baum, „um aerodynamisch besser aufgestellt zu sein“, gab der Vereinsvorsitzende Christopher Selle Rat. Das Spektakel diente zudem einem guten Zweck: Der Erlös ging an die Peiner Hospiz-Bewegung für Kinder.

Auch in Rheinland-Pfalz werden Weihnachtsbäume als Sportgerät genutzt: Am Sonntag sollten bei der Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen in Weidenthal zum 13. Mal Tannen durch die Luft fliegen. Gar nicht erst verkaufte Bäume dienen vielerorts als Spielzeug und Knabberware in Zoos – beispielsweise den Elefanten in Wuppertal oder Stuttgart sowie Tigern, Ziegen und Kamelen in Berlin und Frankfurt.

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie zählte diesmal 29,8 Millionen verkaufte Bäume – rund 300.000 mehr als im Jahr davor. Ein Grund für die Zunahme sei, dass verstärkt Bäume vor Geschäften und in Fußgängerzonen aufgestellt wurden, sagte die Sprecherin Ursula Geismann. Ein Baum kostete dem Verband zufolge im Schnitt 24 Euro, beliebt blieb vor allem die Nordmanntanne. (dpa)

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